Deutsche Bilanz:"Es ist richtig gut"

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2018 Paralympic Winter Games - Opening Ceremony

Die deutsche Mannschaft bei ihrem Einzug ins Olympia-Stadion von Pyeongchang bei der Eröffnungsfeier am Freitag vor einer Woche.

(Foto: Lintao Zhang/Getty)

Die deutsche Mannschaft übertrifft mit dem Gewinn der 16. Medaille bereits vor dem letzten Wettkampftag das Ergebnis von Sotschi 2014. Andrea Eskau, die erfolgreichste deutsche Athletin, ist trotzdem nicht ganz zufrieden.

Andrea Eskau hatte gerade mal wieder eine Medaille gewonnen, aber etwas war anders als vorher: So richtig zufrieden war sie nicht. Zwei Goldmedaillen im Biathlon stehen nach ihrem sechsten Einzelstart nun drei silberne im Langlauf gegenüber. "Eigentlich müsste ich superglücklich sein. Aber ich hätte schon gerne auch im Langlauf noch Gold geholt", sagte die 46 Jahre alte Magdeburgerin. "Aber heute war aufgrund der Bedingungen mit meiner Behinderung einfach nicht mehr drin. Ich hätte Fähigkeiten gebraucht, die ich mit keinem Training erreichen kann."

Dass sie am Ende der Spiele in jedem Fall mehr Medaillen mit nach Hause nehmen wird als jeder andere deutsche Athlet dieser Spiele, interessiert sie nach eigener Auskunft gar nicht. "Das ist eure Zählerei", sagte sie den Journalisten. Deutschland hat vor letzten Wettkampftag 16 Medaillen gewonnen und damit das Ergebnis von Sotschi 2014 bereits übertroffen. Jeweils zweimal Gold gewannen Eskau, Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster, einmal Gold gewann Martin Fleig, der am Freitag als erster deutscher Mann seit Vancouver 2010 wieder eine Medaille geholt hatte. "Mit dem sportlichen Gesamtergebnis sind wir zufrieden, es ist richtig gut", sagte Karl Quade, Chef de Mission des deutschen Teams.

Fleig musste sich am Tag nach seinem Biathlon-Gold - der ersten Medaille für einen deutschen Mann bei Para-Winterspielen seit 2010 - über 7,5 Kilometer im Langlauf mit Rang sieben zufrieden geben. Auch für ihn waren die Bedingungen ein Problem. "Aber ich muss daran arbeiten, damit ich damit besser klarkomme", sagte der Freiburger. Insgesamt ist der 28-Jährige mit den Spielen "eigentlich sehr zufrieden. Ich bin in allen Disziplinen in die Top 8 gefahren. Und die anderen sind schließlich keine Hampelmänner."

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