Basketball-WM Die USA sind Weltmeister

So jubeln Weltmeister: Das Team der USA feiert nach dem 129:92-Finalsieg gegen Serbien ausgiebig.

(Foto: AP)

Titelverteidigung geglückt: Die USA lassen Serbien im WM-Finale keine Chance und gewinnen in überlegener Manier 129:92. Den Amerikanern genügt eine kurze starke Phase, um davonzuziehen. Wertvollster Spieler des Turniers wird ein US-Spielmacher.

  • Die USA gewinnen das Finale der Basketball-WM gegen Serbien 129:92 und verteidigen ihren WM-Titel.
  • Den Amerikanern reicht eine kurze starke Phase im ersten Viertel, um davonzuziehen. Mitte des zweiten Viertels ist das Spiel entschieden.
  • Als bester Spieler des Turniers wird Kyrie Irving (Cleveland Cavaliers) ausgezeichnet, der gegen Serbien mit 26 Punkten Topscorer ist.

US-Basketballer nach Gala-Vorstellung gegen Serbien Weltmeister

Die NBA-Stars des Team USA sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben bei der Basketball-WM erstmals den Titel erfolgreich verteidigt. Der alte und neue Weltmeister feierte im Finale von Madrid beim 129:92 (67:41) gegen Serbien eine Gala - durch ihre fünfte Goldmedaille zogen die Amerikaner in der Siegerliste mit dem Rekord-Champion gleich.

Während die USA nach 1954, 1986, 1994 und 2010 triumphierten, verpassten es die Serben klar, sich erstmals seit dem Zerfall Jugoslawiens als eigenständiges Land zu krönen. Der Außenseiter konnte mit der Mannschaft von Trainer Mike Krzyzewski ganze fünf Minuten mithalten.

Im Palacio de los Deportes benötigten die Amerikaner kaum Anlaufzeit, um ihren Rhythmus zu finden. Beim Stand von 7:15 gelang dem Team um den glänzend aufgelegten Spielmacher Kyrie Irving (Cleveland Cavaliers) ein 15:0-Lauf, Serbien hatte spätestens ab diesem Zeitpunkt große Probleme. Das US-Team traf im ersten Viertel alle fünf Dreierversuche und setzte sich deutlich ab.

Partie nach zweitem Viertel entschieden

Wie im Halbfinale gegen Litauen (96:68) reichte eine kurze starke Phase, um für klare Verhältnisse zu sorgen. Mitte des zweiten Viertels betrug der Vorsprung mehr als 20 Punkte (50:29). Zur Pause war das einseitige Spiel, das in 175 Länder übertragen wurde, praktisch entschieden.

Teilweise wurden die Serben regelrecht vorgeführt. Das US-Team hatte Spaß, für den Gegner ging es frühzeitig nur noch um Schadensbegrenzung. Die zweite Hälfte war nur noch ein Schaulaufen, Irving kam als Topscorer der Begegnung auf 26 Punkte und wurde als wertvollster Spieler (MVP) der WM ausgezeichnet.

Bei den Serben verbuchten Nemanja Bjelica und Nikola Kalinic jeweils 18 Zähler. Nur beim Sieg der Amerikaner über Russland 1994 fiel ein WM-Finale deutlicher aus (137:91).

USA dominiert auch ohne Superstars

Auch ohne Superstars wie LeBron James, Kobe Bryant, Kevin Durant oder Carmelo Anthony dominierte der Olympiasieger das Turnier von der ersten bis zur letzten Sekunde und verlor kein Spiel. Die letzte Niederlage des Team USA datiert aus dem Jahr 2006, als im WM-Halbfinale das Aus gegen Griechenland kam. Vier Jahre nach dem Erfolg in der Türkei trat das junge Team (Schnitt: 24 Jahre) unerwartet souverän auf.

Einziger "Makel" des Erfolges ist, dass die US-Amerikaner auf dem Weg zum Gold nicht gegen Mitfavorit Spanien spielen und beweisen durften, dass sie das beste Team stellen. Der Gastgeber war im Viertelfinale am späteren Bronze-Gewinner Frankreich gescheitert - das Traumfinale platzte.

Für die USA ist war es der vierte große Titel innerhalb von sechs Jahren. Neben den beiden WM-Erfolgen hatte es unter Krzyzewski auch Gold bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 gegeben.