Augsburg unterliegt Mainz:Lee bringt den Sieg

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Augsburg unterliegt Mainz: Matchwinner für die 05er: Jae-Sung Lee bescherte Mainz in der Nachspielzeit drei Punkte gegen Augsburg.

Matchwinner für die 05er: Jae-Sung Lee bescherte Mainz in der Nachspielzeit drei Punkte gegen Augsburg.

(Foto: Eduard Martin/Imago)

FC Augsburg - Mainz 05 1:2 (1:1), Tore: 0:1 Karim Onisiwo (31.), 1:1 Ermedin Demirovic (35.), 1:2 Jae-Sung Lee (90+3.) - Besondere Vorkommnisse: Aaron verschießt Elfmeter (62.)

Mainz gegen Augsburg, ein Spiel für all jene Liebhaber des Fußballs, die es verstehen, die Schönheit auch in der düstersten Nische zu entdecken. So lautet ja ein beliebtes Vorurteil. Zwei Mannschaften, organisiert im defensiven Korsett, lauerten tatsächlich zunächst auf Fehler des jeweiligen Gegenübers. Und sie gaben sich dabei erfolgreich Mühe, die Zuschauer bloß nicht mit Spektakel visuell-kognitiv zu überfordern. 30 Minuten geschah nichts. Wirklich gar nichts. Doch dann fuhr überraschend ein Tor in diese leblose Partie, zusätzlich versehen mit dem Verdacht auf Handspiel, den erst die Assistenten im Kölner Keller ausräumen konnten: Der Mainzer Karim Onisiwo leitete einen Abschlag von Robin Zentner wohl unabsichtlich mit der Schulter und nicht mit der Hand weiter, und schoss nach Doppelpass mit Angelo Fulgini höchstpersönlich ein. Nanu, dachten die Augsburger, kein Nichtangriffspakt mehr? Dann spielen wir halt auch Fußball! Und so hämmerte Ermedin Demirovic eine Vorlage von Felix Uduokhai mit der Hacke ins Eck, das man sich fragte, wann genau er diese Zauberei gelernt hatte.

Wo viel Schönheit, da auch ein bisschen Tolpatschigkeit, dachte sich wohl der Mainzer Aaron. Nach Wiederanpfiff hob er einen berechtigten Foulelfmeter sanft in die Arme von Gikiewicz. Ihrem Torwart hatten die Augsburger es zu verdanken, dass er den Punkt zunächst festhielt und zweimal stark klärte gegen Onisiwo. Bei einem Eckball, nach dem sich der Mainzer Lee für den Siegtreffer ungedeckt am kurzen Pfosten hochschrauben durfte, war er dann verständlicherweise machtlos.

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