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Anschuldigungen gegen DOSB-Präsident:Ethikkommission gefragt

Nach den anonymen Anschuldigungen gegen den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann soll nun die unabhängige Ethik-Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes "die Vorwürfe aufklären und bewerten, um darauf aufbauend die notwendigen Konsequenzen ziehen zu können". In der DOSB-Präsidiumssitzung am Samstag hätten sich Präsidium und Vorstand intensiv mit den Vorwürfen gegen die verantwortlichen Führungsgremien des DOSB aus einem anonymen Schreiben auseinandergesetzt, das vermutlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stammt, hieß es in der DOSB-Mitteilung vom Samstag. Die nächste Sitzung der Ethik-Kommission ist bislang für den 18. Juni angesetzt. Präsidium und Vorstand des DOSB bekräftigten erneut "eine klar wertebasierte Führung des Verbandes" und "nochmals die Werte des Sports - Fair Play, Respekt und gegenseitige Wertschätzung - als Basis des gemeinsamen Handelns".

In einem anonym gesendeten Offenen Brief im Namen von DOSB-Mitarbeitern an das Präsidium, den Vorstand und Betriebsrat wurden unter anderen der Führungsstil und das Verhalten von DOSB-Präsident Hörmann scharf kritisiert. Außerdem werden Interna und Vorgänge im Dachverband beschrieben und angeprangert. Vorstand und Präsidium hatten daraufhin Hörmann verteidigt. Es gab aber auch Rücktrittsforderungen an Hörmann, 60.

© SZ vom 09.05.2021 / dpa
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