Argentinien

Argentinien liegt auf der unteren Hälfte der Erdkugel, deshalb sind dort jetzt keine Sommer-, sondern Winterferien. Wer es sich leisten kann, geht Skifahren, in argentinischen Wintersportorten wie Bariloche, Las Leñas oder Ushuaia oder auf der chilenischen Seite der Anden. Ushuaia befindet sich übrigens auf Feuerland, die Antarktis ist da unten näher als Buenos Aires. Eine andere Minderheit der Argentinier - mit Zugriff auf Euros oder Dollars - fliegt nach Miami oder nach Europa. Die Mehrheit aber bleibt zuhause und wartet zum Beispiel darauf, dass es in der Hauptstadt, wie im Jahr 2007, mal wieder schneit, wozu es allerdings derzeit bei bis zu 13 Grad entschieden zu warm ist.

Der argentinische Sommerurlaub ereignet sich im Januar, dem in der Regel heißesten Monat des Jahres. Dann kann man sich dieses Land so vorstellen wie Spanien im August. Es glüht. Und auch dann gibt es grob unterteilt mehrere Reisegruppen: Die Elite vergnügt sich im Seebad Punta del Este in Uruguay oder an den schönsten Stränden Brasiliens. Die Masse drängt sich in Mar del Plata, dem argentinischen Rimini, oder kühlt sich in den Weiten Patagoniens. Und viele Leute bleiben auch im südamerikanischen Sommer zuhause. Bei aktuell rund 30 Prozent Inflation sind ihnen Reisen schlicht zu teuer.

Peter Burghardt

Jahresurlaub im Durchschnitt: 15 Tage, Wochenenden mitgezählt

Sommerferien für Schüler: Mitte Dezember bis Anfang März

Beliebte Reiseziele: Argentinien, Uruguay, Brasilien

Im Bild: Mar del Plata

Bild: REUTERS 2. August 2014, 11:062014-08-02 11:06:26 © SZ vom 2./3.8.2014/ihe