Balmer hat sich für die strapazenreiche Variante der Entdeckungstour entschieden, für Langsamkeit und gegen die volle Durchorganisiertheit. Der gelegentlich unwägbare Routenverlauf, die Abhängigkeit von der Witterung und der Hilfsbereitschaft der Menschen, gerade das macht ihn ungebunden. Nur manchmal packt den Fahrenden Verdruss ob der Anstrengungen. Und gelegentlich übermannt ihn die Einsamkeit des Radfahrers - zivilisatorische Leerräume gebe es auf der Strecke schließlich genug. Larmoyant wirkt das indes nicht, sondern nur menschlich.

Bild: D. Balmer, Rotpunktverlag 28. Juli 2012, 17:422012-07-28 17:42:40 © SZ vom 26.7.2012/dd