Italien Generalstreik gegen Berlusconi legt das ganze Land lahm

Vor allem der öffentliche Dienst war von dem Ausstand betroffen. In den Städten fuhren kein Straßenbahnen und Busse, Banken, Post und andere Ämter blieben geschlossen, Zugverbindungen fielen aus.

Ein vierstündiger Generalstreik gegen die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat am Dienstag Italien lahm gelegt. Vor allem der öffentliche Dienst war betroffen. In den Städten fuhren kein Straßenbahnen und Busse, Banken, Post und andere Ämter blieben geschlossen, Zugverbindungen fielen aus. Die staatliche Fluglinie Alitalia musste über 130 Starts streichen.

In den Krankenhäusern gab es Notdienste. Beim Autohersteller Fiat in Turin waren laut Gewerkschaften 70 Prozent der Arbeiter im Ausstand. In 70 Städten im ganzen Land hätten sich weit über eine Million Menschen an Demonstrationen beteiligt, teilte ein Gewerkschafter mit.

Fünfter Streik gegen Berlusconi

Es ist der fünfte Streik dieser Art gegen die Regierung Berlusconi seit ihrem Amtsantritt vor über drei Jahren. Die Linke wirft der Regierung vor, ihre Wirtschaftspolitik nutze nur den Reichen. Dies gelte vor allem für geplante Steuerersenkungen. "Die Regierung hat sich vom Rest des Landes isoliert", sagte Gewerkschaftsführer Guglielmo Epifani.