Alpenüberquerung Länger, weiter - aber keineswegs billiger

Der ADAC ist der Ansicht, dass sich Fahrten auf mautfreien Nebenstrecken meist nicht rentieren.

Bei einer Fahrt durch die Alpen auf gebührenfreie Nebenstrecken auszuweichen, lohnt nach Ansicht des ADAC nicht. Wie der Automobilclub in München mitteilt, verkehren höhere Spritkosten, längere Fahrzeiten und häufige Verkehrsbeschränkungen auf den Nebenstrecken den vermeintlichen Spareffekt oft ins Gegenteil.

Mautstation am Grenzübergang Basel / Weil. Wegen höherer Spritkosten, längerer Fahrzeiten und häufiger Verkehrsbeschränkungen lohnt nach Ansicht des ADAC bei einer Fahrt durch die Alpen das Ausweichen auf gebührenfreie Nebenstrecken nicht.

(Foto: Foto: dpa / gms)

Auf allen bedeutenden Transitstrecken in Richtung Süden müssen Autofahrer eine Maut bezahlen, die laut ADAC für die einfache Fahrt bis zu 50 Euro betragen kann.

Österreich

In Österreich ist die Benutzung des gesamten Autobahnnetzes und der Schnellstraßen gebührenpflichtig. Dabei haben Autofahrer die Wahl zwischen dem Kauf einer Jahresvignette (72,60 Euro für Pkw), einer Zwei-Monats-Vignette (21,80 Euro) sowie einer 10-Tages-Vignette (7,60 Euro).

Für die Benutzung der Brenner-Autobahn sind zusätzlich acht Euro, für die Tauernstrecke von Salzburg nach Villach 9,50 Euro zu zahlen. Die Tauernschleuse kostet 15 Euro pro Fahrt.

Schweiz

Eine Jahresvignette in der Schweiz kostet 27,50 Euro. Für den Mont-Blanc-Tunnel werden zusätzlich 25,60 Euro, den Großen St.-Bernhard-Tunnel 18,20 Euro und für die Fahrt durch den Lötschberg-Tunnel 25 Schweizer Franken (16,63 Euro) fällig.

(sueddeutsche.de / dpa/gms)