Wochengrafik Rüstungsrekord

Nie wurde auf der Welt mehr Geld für Waffen ausgegeben. Das Stockholmer Institut Sipri hat errechnet, dass die Rüstungsausgaben 2018 weltweit um 2,6 Prozent gestiegen sind.

Die Militärausgaben haben im Jahr 2018 mit weltweit geschätzt 1822 Milliarden Dollar einen Höchststand erreicht und sind gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent gewachsen. Das geht aus einer jährlichen Untersuchung hervor, die das Friedensforschungsinstituts Sipri diese Woche in Stockholm veröffentlicht hat. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung ist dies allerdings der niedrigste Stand seit fünf Jahren und identisch mit dem Wert des Jahres 2014; insgesamt 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gehen im globalen Durchschnitt in Militärausgaben.

Diese umfassen nicht nur Ausgaben für Rüstungsgüter und Entwicklung neuer Waffen, sondern auch Personalkosten wie Sold und Pensionsleistungen sowie Kosten für Militäreinsätze oder Unterhalt von Gerät und Stützpunkten. Direkte Schlüsse auf die militärische Schlagkraft von Staaten erlauben sie daher nicht. Die Zahlen der Studie sind auch in anderer Hinsicht nur bedingt vergleichbar: Sie beziehen sich auf den nominellen Wechselkurs in Dollar.

Das russische Verteidigungsbudget etwa wird also von Rubel in Dollar umgerechnet. Die unterschiedliche lokale Kaufkraft wird dabei nicht in Rechnung gestellt. Während ein Dollar zum Jahreswechsel nominell 69 Rubel wert war, errechnet der Internationale Währungsfonds eine lokale Kaufkraft von knapp 25 Rubel - was bedeutet, dass das russische Verteidigungsbudget der Kaufkraft von 170 Milliarden Dollar entspräche, Chinas Ausgaben 480 Milliarden Dollar.