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Grafik der Woche:Familie und Finanzen

Das Kindergeld gehört zu den wichtigsten familienpolitischen Leistungen in Deutschland. Auch künftig soll es weiter steigen. Doch die Zahl der Geburten und die Art, wie Familien heute leben, wird dadurch nicht unbedingt beeinflusst.

In der Bundesrepublik wurde von den Familienausgleichskassen im Jahr 1954 ab dem dritten und für jedes weitere Kind das Kindergeld in Höhe von 25 Mark eingeführt. Nach der Auflösung der Familienkassen im Jahr 1964 fiel die Zuständigkeit für das Kindergeld komplett in den Bereich der damaligen Bundesanstalt für Arbeit. Familien erhielten das erste Mal im Jahr 1975 das Kindergeld bereits für das erste Kind.

Das Kindergeld ist nur eine von zahllosen Maßnahmen des Staats zur Förderung von Familien. Für 2019 und 2021 sind weitere Anhebung der Regelsätze geplant. Die Auszahlung erfolgt in der Regel durch die Familienkassen bei den Agenturen für Arbeit. Im Jahr 2017 wurden 343 Millionen Euro Kindergeld an Konten im Ausland gezahlt.

Der Babyboom ist lange her. Im Jahr 1964 gab es etwa 1,4 Millionen Geburten in Deutschland. Danach ging es steil bergab. Seit 2012 ist wieder eine Anstieg zu vermerken. 2016 kamen 792 000 Buben und Mädchen zur Welt.

Deutschlandweit waren 2016 in 66 Prozent der Paare mit Kindern beide Partner erwerbstätig. 45 Prozent aller Paare mit Kindern wählten 2016 das Modell, in dem der Vater einer Vollzeit-, die Mutter einer Teilzeittätigkeit nachgeht. In knapp jedem fünften Paar (18 Prozent) gingen beide Elternteile einer Vollzeittätigkeit nach.

Viel Förderung hilft nicht immer viel. Im Jahr 2016 gab es 11,6 Millionen Familien in Deutschland, das ist ein Rückgang von gut vier Prozent seit dem Jahr 2008. Damals hatte es noch 12,1 Millionen Familien gegeben. Auch die Zahl der Familien, in denen mindestens ein minderjähriges Kind lebt, ging seit 2008 leicht von 8,4 Millionen auf 8,2 Millionen im Jahr 2016 zurück.