Wahl-NachleseVon der Favoritin zum Underdog und zurück

Welche Faktoren dazu geführt haben, dass Hillary Clinton bei der Vorwahl der Demokraten in New Hampshire doch noch an Barack Obama vorbeizogen ist.

Faktor 1: Emotionen Kalkulierte Tränen oder ein echter Gefühlsausbruch? Am Tag vor der Abstimmung in New Hampshire war eine ungewöhnlich emotionale Hillary Clinton zu sehen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Portsmouth kämpfte sie sogar kurzfristig mit den Tränen.

Mit brechender Stimme antwortete die ehemalige First Lady auf eine Frage nach ihrem persönlichen Befinden: "Es ist nicht leicht, es ist nicht leicht, ich könnte es nicht schaffen, wenn ich nicht leidenschaftlich überzeugt wäre, das Richtige zu tun."

Ein kurzer, aber ungewohnter Moment für Clinton, die häufig als berechnend und kalt beschrieben wird. Nach Ansicht aller Analysten in den USA hat dieser Auftritt ihr Sympathien eingebracht. Überraschenderweise reagierten vor allem männliche Wähler positiv.

Foto: AFP

9. Januar 2008, 09:482008-01-09 09:48:00 ©