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Verhaltensanpassung:Deutsche wollen zum Klimaschutz beitragen

Eine Mehrheit der Deutschen lässt das Thema Erderwärmung nicht unberührt. Um das Klima zu schützen, haben sie nach eigenen Angaben ihr Verhalten geändert.

Die meisten Bürger haben nach eigenen Angaben ihr Verhalten geändert, um etwas gegen die bedrohliche Erderwärmung zu tun. Laut einer im Auftrag des Stern erstellten Umfrage gaben dies 61 Prozent an.

Immer mehr Deutsche lassen ihr Auto für den Klimaschutz auch mal stehen - und nehmen dann alternative Transportmittel

(Foto: Foto: ddp)

Die meisten der 1002 Befragten sahen ihren persönlichen Klimaschutzbeitrag im Sparen bei Sprit und Strom: 61 Prozent der Klimabewussten gaben an, sie seien in den vergangenen Monaten weniger Auto gefahren; 36 Prozent sagten, sie würden weniger Strom verbrauchen.

Jeder Fünfte (20 Prozent) dieser Gruppe behauptete, den Energieverbrauch durch bessere Isolation von Haus oder Wohnung gesenkt zu haben. Weitere Maßnahmen waren ein geringerer Wasserverbrauch (17 Prozent) oder die Drosselung der Heizung (13 Prozent).

Auf die Frage, ob sie bereit wären, für den Klimaschutz auch mehr zu zahlen, sind die Bürger laut Stern allerdings geteilter Meinung: 50 Prozent sind nach der Umfrage dazu bereit, 48 Prozent lehnen dies ab. Eher nehmen die Deutschen Einschränkungen in Kauf: Drei Viertel würden zu Gunsten des Klimas auf Reisen verzichten; nur 22 Prozent wollen dies nicht.

Von allen im Bundestag vertretenen Parteien besitzen die Grünen noch immer die größte Umweltkompetenz. Gefragt, welche Partei sich am stärksten für den Klimaschutz einsetze, nannten 57 Prozent die Ökopartei. Neun Prozent schreiben dies der Union zu. Fünf Prozent geben der SPD hier die größte Kompetenz. FDP und Linkspartei spielen mit je einem Prozent bei dieser Frage keine Rolle.

Der Klimaschutz wird zentrales Thema auf der Kabinettsklausur an diesem Donnerstag und Freitag auf Schloss Meseberg sein. Die Große Koalition will dort ein umfassendes energiepolitisches Programm beschließen.