Trotz Waffenstillstand:Tote in der Ostukraine

In der Ostukraine sind trotz geltender Waffenstillstandsvereinbarung offensichtlich drei Separatistenkämpfer getötet worden. Ein weiterer sei im Süden des Donezker Gebiets unweit des Asowschen Meeres schwer verletzt worden, teilten örtliche Medien am Donnerstag mit. Regierungseinheiten sollen die Stellungen der Aufständischen mit Mörsern des Kalibers 120 Millimeter beschossen haben. Die Armee warf den Rebellen Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Armeepositionen sollen mit Mörsern, Granatwerfern und Handfeuerwaffen beschossen worden sein. Die Soldaten hätten das Feuer nur erwidert. Verluste habe es nicht gegeben. Vergangene Woche hatte sich der Abschluss eines neuen Waffenstillstands gejährt. Beide Seiten haben seitdem weniger Opfer verzeichnet. Dennoch wurden seit Beginn des Jahres mehr als 100 Menschen im Konfliktgebiet getötet. Seit 2014 kämpfen Regierungstruppen in den Gebieten Donezk und Luhansk unweit der russischen Grenze gegen von Russland unterstützte Separatisten. UN-Schätzungen nach wurden seitdem mehr als 13 000 Menschen getötet. Ein mit deutsch-französischer Vermittlung vereinbarter Friedensplan von 2015 liegt auf Eis.

© SZ vom 30.07.2021 / dpa
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