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Teilgeständnis im RAF-Prozess:Klump wusste doch Bescheid

Die frühere RAF-Terroristin Andrea Klump hat zugegeben, in die Pläne zu einem Sprengstoff-Anschlag auf jüdische Auswanderer in Ungarn eingeweiht gewesen zu sein. Bisher hatte sie im Prozess vor dem Oberlandesgericht Stuttgart behauptet, erst Jahre später von dem Attentat erfahren zu haben.

Die 46-Jährige verlas eine Erklärung, in der sie gestand, von dem Anschlag auf einen Bus mit 31 jüdischen Auswanderern gewusst zu haben, der 1991 verübt worden war. Sie habe es aber abgelehnt, sich daran zu beteiligen.

Klump

Die ehemalige RAF-Terroristin Andrea Klump wusste von dem Attentat, das 1991 auf jüdische Auswanderer verübt wurde.

(Foto: Foto: dpa)

Jedoch habe sie ihren Lebensgefährten Horst Meyer logistisch unterstützt, indem sie Wohnungen angemietet und den Haushalt für ihn geführt habe. Meyers Budapester Pläne habe sie nicht gekannt. Sie sei vor dem Anschlags-Zeitpunkt abgereist.

Meyer und Klump wurden 1999 in Wien gestellt. Meyer wurde dabei von der Polizei erschossen. Klump verbüßt derzeit eine neunjährige Haftstrafe wegen Beteiligung an einem versuchten Bomben-Anschlag 1988 auf eine NATO-Einrichtung in Spanien.

Nach früheren Aussagen hatte sie sich danach von der Rote Armee Fraktion RAF losgesagt.