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Suizide von US-Veteranen:"Eine schreckliche Statistik"

Die Zahlen über Suizide von ehemaligen US-Soldaten sind laut des Abgeordneten Filner alarmierend. Mit einem Vorsorgeprogramm will der Kongress das ändern.

Nach neuen alarmierenden Zahlen über Selbstmorde von ehemaligen Soldaten hat der US-Kongress ein Vorsorgeprogramm beschlossen. Das Gesetz wurde im Repräsentantenhaus einstimmig verabschiedet und US-Präsident George W. Bush zur Unterschrift zugesandt.

Die Gräber im Irak-Einsatz gefallener US-Soldaten werden durch eine Flagge geschmückt. Viele US-Soldaten sterben allerdings nicht im Einsatz, sondern erst später zu Hause - durch eigene Hand

(Foto: Foto: AFP)

Die Suizid-Prävention sei eine wichtige Aufgabe bei Soldaten im aktiven Dienst wie bei Veteranen, sagte der demokratische Abgeordnete Robert Filner. Die Zahl der Vietnam-Veteranen, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt hätten, sei mit mehr als 58.000 inzwischen höher als die Zahl der amerikanischen Kriegstoten.

"Das ist eine schreckliche Statistik", sagte Filner. Auch bei Soldaten, die im Irak und in Afghanistan waren, gebe es alarmierende Zahlen.

Das Gesetz sieht eine umfassende Suizid-Prävention für Soldaten nach Auslandseinsätzen vor. "Es gibt tausende von Veteranen, die unsere Hilfe brauchen", sagte der demokratische Abgeordnete Leonard Boswell, der das Gesetz eingebracht hat.

© AP/gal/bica
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