Pakistan Christ zum Tode verurteilt

Wegen Blasphemie ist in Pakistan laut einer Zeitung ein Christ zum Tode verurteilt worden. Er soll sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert haben.

Ein pakistanisches Gericht hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Christen wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Die Daily Times berichtete am Donnerstag, Younis Masih müsse nach der Entscheidung des Gerichts in der ostpakistanischen Stadt Lahore zudem eine Geldstrafe von 100.000 Rupien (1230 Euro) zahlen.

Masih war vorgeworfen worden, sich im September 2005 abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Der Verteidiger Masihs kündigte Berufung gegen das Urteil an.

In dem Verfahren sei der Angeklagte zu seinem Schutz nur über Videoverbindung zugeschaltet gewesen, weil Islamisten ihm mit dem Tode gedroht hätten, berichtete die Zeitung weiter. Todesstrafen wegen verletzender Äußerungen über etwa Heiliges werden in Pakistan in der Regel in lange Haftstrafen umgewandelt. Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Blasphemiegesetze des muslimischen Landes würden von Fundamentalisten missbraucht, um religiöse Minderheiten zu verfolgen.