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Ominöses Papier:Corona-Zweifler im Ministerium

Das Bundesinnenministerium hat den Bericht eines Mitarbeiters, in dem dieser die Strategie gegen die Corona-Pandemie massiv in Zweifel zieht, als dessen "Privatmeinung" zurückgewiesen. Diese "eigenständig vorgenommene Analyse" sei außerhalb der sachlichen Zuständigkeit des Verfassers sowie der Organisationseinheit im Ministerium erfolgt, hieß es in einer Stellungnahme vom Sonntag. Als "nicht akzeptabel und mit den allgemeinen Pflichten im öffentlichen Dienst nicht vereinbar" kritisiert das Ministerium, dass der Mann das Dokument unter Nutzung des Briefkopfs des Ministeriums und dienstlicher Kommunikationskanäle verbreitet habe. Es sei inzwischen sichergestellt worden, dass der Verfasser des Schreibens nicht weiter den Eindruck erwecken könne, er handele für oder im Namen des Ministeriums, hieß es in der Stellungnahme. Nach einem Bericht des Spiegel wurde der Mann von seinen Dienstpflichten entbunden.

© SZ vom 11.05.2020 / dpa
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