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Mächtige Frauen:Angela und ihre Schwestern

Ohne Frage, Angela Merkel ist die Mächtigste. Doch alleine ist sie in den höchsten Staatsämtern nicht mehr - erst in den vergangenen Tagen sind zwei weitere Frauen Ministerpräsidentinnen geworden. Ein Überblick über Staats- und Regierungschefinnen weltweit.

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Merkel besucht DIHK-Vollversammlung

Quelle: ag.ddp

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Um zu wissen, dass sie die mächtigste ist, braucht man keine Forbes-Liste: Angela Merkel ist seit 2005 Kanzlerin der Industrienation Deutschland. Damit ist sie die Frau, die weltweit den größten politischen Einfluss hat. Doch alleine ist sie in den höchsten Staatsämtern nicht mehr - erst in den vergangenen Tagen sind zwei weitere Frauen Regierungschefinnen geworden.

Ein Überblick über Staats- und Regierungschefinnen weltweit.

Julia Gillard Confirmed As New Australian Prime Minister

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Überraschend kam der Wechsel in Australien, das künftig von der 48-jährigen Julia Gillard regiert wird. Vorgänger Kevin Rudd kam mit seinem Rücktritt aber vermutlich einem Putsch zuvor. Gillard ist unverheiratet und kinderlos, weswegen sie heftigen Angriffen ausgesetzt war - ein männlicher Politiker bezeichnete sie als "absichtlich unfruchtbar" und warf ihr vor, die Gesellschaft als Alleinstehende nicht verstehen zu können. Nun kann sie beweisen, dass sie es doch tut.

Mari Kiviniemi

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Auch Finnland bekam in diesen Tagen eine Frau als Regierungschefin. Zentrumspolitikerin Mari Kiviniemi wurde zur Ministerpräsidentin gewählt. Die 41-Jährige übernimmt das Amt von ihrem Parteifreund Matti Vanhanen. Damit hat Finnland nun eine weibliche Doppelspitze.

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Finnische Präsidentin ist seit zehn Jahren Tarja Halonen. Mit den beiden Frauen in den höchsten Ämtern des Staates ist Finnland mal wieder Vorreiter - wie schon 1915, als die finnischen Frauen als erste Europäerinnen an die Wahlurnen durften.

Swiss President and Economy Minister Leuthard speaks during a news conference on the newest developments in the crisis between Libya and Switzerland in Bern

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Die Schweiz war hier Schlusslicht. Hier dürfen Frauen erst seit 1971 wählen. Trotzdem hat es bereits mehrmals eine Frau ins höchste Amt geschafft. Derzeit ist Doris Leuthard Bundespräsidentin.

FINLAND-CROATIA-DIPLOMACY

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Recht frisch im Amt ist die kroatische Ministerpräsidentin Jadranka Kosor. Nachdem sie 2009 für den zurückgetretenen Ivo Sanader einsprang, galt sie als Übergangslösung. Inzwischen hat sie sich internationalen Respekt erarbeitet. Es liegt auch an ihr, dass Kroatien Beitrittsverhandlungen mit der EU führen kann.

Vorgezogene Parlamentswahlen in Island -  Johanna Sigurdardottir

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Islands Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir verhandelt ebenfalls mit der EU über einen Beitritt und auch sie ist erst seit 2009 im Amt. Unterschätzt wird sie nicht mehr - nachdem sie Island durch die schweren Zeiten der Finanzkrise geführt hat, nennen ihre Landleute sie nur noch "heilige Johanna".

Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite

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Dalia Grybauskaite konnte 2009 die Präsidentschaftswahl in Litauen klar für sich entscheiden. Die Medien charakterisieren sie als resolute Mutterfigur, die selbst mit anpackt, um ihr Land aus der Finanzkrise zu führen. Sie verzichtet auf die Hälfte ihres Gehaltes.

Ireland's President Mary McAleese smiles as she attends the Consistory ceremony in Saint Peter's Basilica at the Vatican

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Mary McAleese ist die am längsten amtierende Staatschefin in Europa und die einzige, deren Vorgängerin ebenfalls weiblich war. So was gab es noch nie und noch nirgends - ausgerechnet Irland hat seit 20 Jahren eine Frau an der Spitze. Die Insel ist eben schon lange nicht mehr nur noch katholisch und konservativ.

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Quelle: ag.afp

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Ja, die Länder mit den weiblichen Chefinnen entsprechen nicht immer den Erwartungen. Oder hätten Sie auf Bangladesch getippt? Dort traten bei der vergangenen Wahl sogar zwei Frauen gegeneinander an: Hasina Wajed und Khaleda Zia. Die beiden wechseln sich seit 1991 im Amt der Ministerpräsidentin ab. 2009 gewann Hasina Wajed.

Trinidad and Tobago's Prime Minister Kamla Persad Bissessar walks in the rain in Port of Spain

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Im Karibikstaat Trinidad und Tobago regiert seit Mai 2010 Kamla Persad Bissessar. Ihren Amtseid legte die erste weibliche Ministerpräsidentin der Insel auf die Bhagavad-Gita ab, eine den Hindus heilige Schrift. Zuvor hatten die beiden Parteien UNC und PNM, die beiden Volksgruppen Inder und Schwarze und die beiden Männer Basdeo Panday und Patrick Manning die Macht unter sich verteilt. Persad Bissessar durchkreuzte ihre Pläne.

Laura Chinchilla

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Costa Ricas neue Präsidentin Laura Chinchilla (seit Mai 2010 im Amt) ist eine Frau mit guten Beziehungen. Ihr Vater war höchster Rechnungsprüfer der Republik. Friedensnobelpreisträger Oscar Arias sieht sich als ihr Mentor. Ihre Karriere kommt auch anderen Frauen zugute. Sie hat ihr halbes Kabinett mit weiblichen Ministerinnen besetzt und will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern.

Argentinien kritisiert Öl-Suche vor Falklands

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Bereits fünfmal stand in Lateinamerika eine Frau an der Spitze eines Staates: Violeta Chamorro in Nicaragua, Mireya Moscoso in Panama, Michelle Bachelet in Chile und zur Zeit Chinchilla in Costa Rica und Cristina Kirchner in Argentinien. Auch Kirchner halfen verwandschaftliche Bande bei ihrer politischen Karriere. Ihr Gatte Nestor war ihr Vorgänger als Präsident und zieht angeblich heute noch die Fäden.

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Quelle: afp

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Das könnte Ellen Sirleaf-Johnson nicht passieren. Die ehemalige Weltbank-Direktorin schrieb 2005 Geschichte, als sie zum ersten weiblichen Staatsoberhaupt des afrikanischen Kontinent gewählt wurde. Seitdem regiert sie Liberia mit harter Hand - das sei im von Männern dominierten Politikgeschäft auch nötig, findet die sechsfache Großmutter.

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