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Landeskriminalamt:Waffenwunsch bei Gruppe S.

Die mutmaßliche rechte Terrorgruppe "Gruppe S." wollte laut Ralf Michelfelder, Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Kriegswaffen für Anschläge besorgen. Der als Rädelsführer angeklagte Werner S. habe demnach kurz vor seiner Festnahme im Februar 2020 versucht, Waffen in seinen Besitz zu bringen, wie das ZDF-Magazin "Frontal 21" und die Stuttgarter Nachrichten unter Berufung auf Ermittlungsakten berichteten. Demnach wollte S. ein Kalaschnikow-Sturmgewehr mit 2000 Schuss Munition, eine Maschinenpistole der israelischen Marke Uzi sowie Handgranaten erwerben. Der Prozess gegen zwölf Mitglieder und Unterstützer der mutmaßlichen rechten Terrorgruppe beginnt am 13. April in Stuttgart. Die Terrorzelle soll laut Bundesanwaltschaft Anschläge auf Moscheen geplant haben, um den politischen Umsturz einzuleiten. Sie unterhielt sich auch über einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude.

© SZ vom 07.04.2021 / dpa
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