Jahresbericht :Antisemitismus hat 2021 zugenommen

In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr im Schnitt sieben antisemitische Vorfälle pro Tag ereignet - von verletzendem Verhalten und Bedrohungen bis hin zu Angriffen und Gewalt. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) hervor. Die Bilanz: Die einzelnen Meldestellen erfassten für 2021 insgesamt 2738 judenfeindliche Vorfälle, die zum Teil nicht strafbar sind. Damit stieg die Zahl im Vergleich zu 2020 mit 1957 registrierten Ereignissen. Die Experten rechnen mit einer hohen Dunkelziffer. Wichtige Gründe für die Zunahme sind aus Sicht von Rias-Vorstand Benjamin Steinitz die Corona-Pandemie mit ihren antijüdischen Verschwörungserzählungen und der Nahost-Konflikt mit antisemitischer Israel-Kritik. Dass die Zahl nun auf die Dreitausendermarke zusteuere, sei erschreckend, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein.

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