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Friedenstruppe:Kaum Hilfe für Darfur

Die Vereinten Nationen wollen 26.000 Soldaten und Polizisten in die Krisenregion Darfur schicken. Doch die Mitgliedsländer geizen mit Unterstützung.

Die Vereinten Nationen kommen bei der Bildung einer Friedenstruppe für die sudanesische Krisenprovinz Darfur nur schleppend voran. Diplomaten zufolge haben bislang nicht genügend Länder Soldaten für die Truppe angeboten, die 26.000 Soldaten und Polizisten umfassen soll.

Eine Einheit der Vereinten Nationen übt für den Einsatz im Sudan.

(Foto: Foto: AFP)

Zudem lehne die Afrikanische Union (AU) die von Norwegen, Uruguay und Thailand angebotenen Sicherheitskräfte ab. Bei einem Treffen mit Vertretern aus 26 Ländern wollten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der AU-Vorsitzende Alpha Oumar Konare am Freitagabend in New York nach einer Lösung suchen.

Die USA forderten die afrikanische Staatengemeinschaft zu mehr Flexibilität auf. Die Friedenstruppe solle zwar einen afrikanischen Charakter haben, es handele sich aber um einem gemeinsamen Einsatz von AU und UN, sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Zalmay Khalilzad.

Die Friedenstruppe soll einen Waffenstillstand in der von einem Bürgerkrieg heimgesuchten Provinz überwachen. Seit Beginn der Auseinandersetzungen vor vier Jahren wurden Schätzungen zufolge etwa 200.000 Menschen getötet und mehr als 2,5 Millionen weitere vertrieben.