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Erdogan-Rede in Köln im Wortlaut:"Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit"

Doch in den nächsten drei Jahren werden wir uns mit Gottes Hilfe bemühen, auch diese Ziele zu erreichen. Das Erziehungsministerium arbeitet daran. Das ist das Ziel. Das ist unser Wunsch. Ist denn die Wissenschaft nicht unser ureigenes Eigentum, das wir verloren haben? Wir werden sie an uns nehmen, wo immer wie sie finden. Wir werden das erreichen.

Wenn in China, dann in China. Wenn in Japan, dann in Japan, wenn in Indien, dann in Indien. Das ist die Richtung unserer Bemühungen. Von Zeit zu Zeit gibt es Leute, die reden. Die sagen: Kürzlich hat der Herr Ministerpräsident etwas gesagt. Was hat er gesagt? Ich habe einige Zeilen aus einem Gedicht von unserem verstorbenen Dichter der Unabhängigkeit, Mehmet Akif Ersoy, zitiert. Was sagt er: Nehmen Sie die Wissenschaft, die Kunst des Westens, steigern Sie Ihre Arbeit zum höchsten Tempo. Das habe ich gesagt. Ich hatte gesagt, leider haben wir vom Westen nicht dessen Wissenschaft und Kunst genommen, sondern leider dessen Unmoral.

Sie sagen nun, er soll erklären, was er mit diesen Worten gemeint hat. Gibt es nicht Dinge, die der Westen als unmoralisch betrachtet? Das gibt es. Es gibt Fehler, die vom Westen selber als unmoralisch eingestuft werden. Aber wir haben diese Fehler als Heilmittel beherzigt und diese in unser Land transferiert. Sie sagen nun, der Ministerpräsident möge diese benennen. Nun meine Damen und Herren, man kriegt nichts umsonst. Das mögen sie selber herausfinden.

Meine verehrten Brüder und Schwestern, schauen Sie, den zweiten wichtigen Schritt haben wir bezüglich der Gesundheit unternommen. Gesundheit, Gesundheit. Was wir alles erdulden mussten. Wissen Sie, ich war im Rahmen der Arbeitersozialversicherung versichert. Ich war Arbeiter. Wissen Sie noch, das Lied des verstorbenen Cem Karaca, "du bist Arbeiter, bleibe auch Arbeiter". Auch unser Leben verlief als Arbeiter. Ich war zum ersten Mal 1974 als Sozialversicherungspflichtiger beschäftigt. Seit jener Zeit war ich immer gesetzlich versichert. Als ich Oberbürgermeister wurde, wurde ich im Rahmen der Beamtenversicherung versichert.

Als Abgeordneter verblieb ich in der selben Versicherung. Mit Ausnahme dieser Zeit war ich immer in der gesetzlichen Arbeiterversicherung versichert. Wir gingen zum Krankenhaus, mussten warten. Wir fragten, wann wir untersucht werden würden, sie machten so [der Redner hält die Hand auf].

Was nun, wird man uns nicht untersuchen können? Die Lösung war klar: Entweder findest Du eine einflussreiche Person, oder aber Du musst Geld haben. So war es. Was soll derjenige oder diejenige machen, wenn weder Geld noch einflussreiche Personen vorhanden sind? Mein Volk kennt das. Herr Faruk, hören Sie zu, diese Dinge sind sehr wichtig. Der Minister für Arbeit und Soziales ist hier, er verfolgt einerseits, was in Europa passiert, und wird weiterhin verfolgen. Andererseits beobachtet er die Entwicklungen in der Türkei und wird weiterhin beobachten. Warum? Wir sind die Diener, wir werden diese Arbeit fortsetzen. Was haben wir gemacht?

Wir sagten, nicht nur die Krankenhäuser der Arbeitersozialversicherung sollen den Versicherten zur Verfügung stehen, sondern auch die staatlichen Krankenhäuser und auch die privaten Krankenhäuser. Und das haben wir tatsächlich gemacht. Jetzt kann mein Staatsbürger, meine Staatsbürgerin, ganz gleich, was er/sie ist, ob Arbeiter/Arbeiterin, Beamter/Beamtin, dies oder jenes, jedes Krankenhaus aufsuchen, das er/sie möchte. Es ist möglich geworden. Und wenn ich die Krankenhäuser besuche und die Leute dort sehe, dann sind wir glücklich, glücklich, deren Segenswünsche zu erhalten.

Natürlich ist die Angelegenheit nicht dabei geblieben. Was ist mit den Arzneien, mit den Medikamenten? Wie waren jene Schlangen, wo man für Arzneien anstehen musste? Mit dem Anstehen in der Schlange war es nicht getan. Du übergibst das Rezept, es fehlen die Medikamente, die in dem Rezept verschrieben worden sind. Zwei von den verschriebenen Medikamenten sind vorhanden, das Dritte nicht. Drei sind vorhanden, zwei jedoch nicht. Der/die Arme steht in der Schlange an, was ist mit meinen restlichen Medikamenten? Nun, gehe zur Apotheke und kaufe sie gegen Barzahlung. Ich habe das alles persönlich gesehen, persönlich erlebt. Ich musste nach anstehen in solchen Schlangen mit leeren Händen zurückkehren.

Nachdem ich Ministerpräsident geworden war, habe ich die Apotheke eines Krankenhauses besucht und habe diesmal aus dieser Apotheke meine Mitbürger, die in der Schlange standen, beobachtet. Die Apothekerin dort sagte mir zu Recht, mein Ministerpräsident, die Medikamente wurden bereits in Auftrag gegeben, wir wissen jedoch nicht, wann sie eintreffen werden. Was soll bis dahin passieren?

Die Leute kaufen die Medikamente auf eigene Rechnung. Bezahlen wir wenigstens die Rechnung? Dafür ist kein Haushaltsposten vorgesehen. Was haben wir jetzt gemacht? Wir sagten, es soll keine Schlangen mehr geben. Wir sagten, ab jetzt sollen alle Versicherten der Arbeiterversicherung ihre Medikamente bei den [privaten] Apotheken ihres Vertrauens kaufen.

Jetzt ist es soweit gekommen: Wissen Sie, was die Apotheker/Apothekerinnen machen, wenn ein Medikament in einer Apotheke nicht vorhanden sein sollte, sagen sie, bitte sehr mein Herr, bitte sehr meine Dame, nehmen Sie Platz. Sie bieten Ihnen Tee an. Und in jeder Apotheke gibt es Tee. Sie rufen sofort den Vertragshändler an, mit dem sie vertraglich verbunden sind, in wenigen Minuten wird das Medikament mit Motorradkurier geliefert. Nun, ich kann nicht sagen, dass das überall so läuft, aber zu einem großen Teil hat das angefangen.