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Bürgerkrieg in Syrien:Syrische Soldaten im Irak getötet

Beim Angriff auf einen syrischen Konvoi im Irak sind mindestens 40 Soldaten getötet worden. Während in Syrien die Kämpfe weitergehen, diskutieren in Rom westliche und arabische Politiker über Waffenlieferungen an die Rebellen.

In der irakischen Provinz Anbar sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Sumeria News 33 syrische und neun irakische Soldaten getötet worden. Die Soldaten seien am Montag nahe der syrischen Grenze in einen Hinterhalt geraten.

Die Nachrichtenagentur AFP meldet dagegen unter Berufung auf irakische Offiziere, dass bei dem Überfall mindestens 42 Syrer und sieben Iraker getötet worden seien. Der Konvoi sei von zwei Seiten mit Mörsergaranten, automatischen Waffen und Minen angegriffen worden. Acht weitere Syrer und vier weitere Iraker seien verletzt worden. Drei Fahrzeuge des Konvois wurden bei dem Angriff im Westen des Landes demnach zerstört.

Bei den Syrern handelt es sich den Angaben zufolge um Soldaten, die am vergangenen Wochenende in den Irak geflüchtet waren, als syrische Rebellen den Grenzübergang Jarubija eingenommen hatten.

Laut Sumeria News wollten die irakischen Soldaten die Syrer über den Grenzübergang Al-Kaim zurück in ihre Heimat schicken, als sie angegriffen wurden. In der Anbar-Provinz hieß es, die Angreifer seien Iraker gewesen. Die schiitischen Regierungsparteien in Bagdad unterstützen das syrische Regime. Viele irakische Sunniten sympathisieren hingegen mit den Aufständischen.

Heftige Kämpfe um syrischen Militärflughafen Minigh

In Syrien haben Rebellen am Montag einen Teil der Stadt Al-Rakka eingenommen. Wie Regimegegner berichteten, war an den Kämpfen auch die islamistische Al-Nusra-Front beteiligt. Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad veröffentlichten Bilder, die zeigen, wie in der Stadt im Norden Syriens eine Statue seines Vaters, des früheren Präsidenten Hafis al-Assad, niedergerissen wird.

In der syrischen Provinz Aleppo nahmen Rebellen den Militärflughafen Minigh aus mehreren Himmelsrichtungen in die Zange. Die Luftwaffe bombardierte die Angreifer. Der Flughafen liegt in der Nähe der Grenze zur Türkei. Die umliegenden Gebiete sind größtenteils in der Hand der Rebellen.

Bis zum späten Montagnachmittag zählte die Opposition landesweit 70 Tote. Die meisten Opfer gab es in Idlib, Homs, Al-Rakka, Aleppo und Damaskus. Am Vortag waren nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter landesweit mehr als 230 Menschen getötet worden, darunter 109 Rebellen und 115 Regierungssoldaten.