BKA-Chef Ziercke Ermittlungen ja, Bespitzelung nein

Der Präsident des Bundeskriminalamts hat dementiert, dass Journalisten ausspioniert wurden, um undichte Stellen auf Behördeseite zu finden. Allerdings forschte man nach "korrupten BKA-Beamten" - wegen eines "schwunghaften Handels" mit geheimen Dokumenten.

BKA-Präsident Jörg Ziercke wandte sich gegen Darstellungen des NDR-Magazins "Panorama", wonach Journalisten des Magazins Focus ausgeforscht worden sein sollen. Er verwahre sich nachdrücklich gegen diese Behauptung, sagte Ziercke in Wiesbaden.

Ziercke bestätigte aber ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, dass "korrupte BKA-Beamte" geheime und "hochsensible Unterlagen" verkauft haben sollen. Es gebe "offenbar einen schwunghaften Handel mit Behördenunterlagen."

Dabei seien auch politisch hochbrisante Unterlagen etwa aus der Terrorismusbekämpfung nach außen gelangt. Das Ermittlungsverfahren des bayerischen Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft München sei jedoch erfolglos geblieben.