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Weihnachtsgrüße aus dem Weißen Haus:Barney, Retter der Nationalparks

Irak-Krieg, Klima und Wirtschaftskrise: keine Themen für das jährliche Weihnachtsvideo des Weißen Hauses. Der Hund des Präsidenten darf als Hüter der Nationalparks durch den Regierungssitz stromern - und trifft auch noch Tony Blair. Von wegen Stille Zeit.

Winter auf dem Rasen nördlich des Weißen Hauses. Ein besinnliches Anfangsbild für die Weihnachtsgrüße des Präsidenten. Was allerdings nach einer märchenhaften Überblendung folgt, wirkt eher wie ein vorgezogenes Fest des zweifelhaften Geschmacks.

Herr und Hund: George W. Bush und Barney in "Barney Cam VI".

(Foto: Foto: AP)

Den Jahresausklang nutzt Familie Bush im Internet dazu, die reichhaltigen Naturschätze der Nation zu würdigen - über eine Milliarde Euro, so hört man hier, sollen für Parks und die dazugehörigen Ranger ausgegeben werden. Wieviel Geld für den Klimaschutz sonst noch so bereit steht, darüber schweigt sich das Weiße Haus allerdings aus.

Der erste Adressat der Informationen neben den Zuschauern: Hund Barney, mit dem Präsident und Präsidentengattin ausgiebige Gespräche führen. Der schottischer Terrier spielt in den Videos des Weißen Hauses nicht zum ersten Mal die Hauptrolle. Der Weihnachtsfilm ist die mittlerweile sechste Folge der "Barney Cams", der schottische Terrier mausert sich hier zum Hüter der US-Nationalparks.

Per Gedankenblase träumt Barney von gemeinsamen Dienst mit Terrierdame Miss Beazley (Bush-Schosshund Nummer Zwei) für die Nation und trifft dabei auf die halbe Belegschaft des Weißen Hauses.

Dann im Traum die schönste Begegnung des hündischen Junior Park Rangers: Tony Blair, ehemaliger britischer Premier und Coverboy von Cool Britannia, grüßt den Hund und lobt dessen Absichten. Schließlich, so Blair jovial, habe der Terrier schottische Wurzeln. Wärmste Grüße vom Weißen Haus und seinen Freunden.