"Sexy Cora": Tod nach OP "Keine Anhaltspunkte für ein Herzleiden"

Erste Befunde zeigen: Die Erotikdarstellerin "Sexy Cora" starb laut Staatsanwalt an "Hirnlähmung". Die Ermittlungen gegen die Privatklinik laufen weiter.

Die Erotikdarstellerin mit dem Künstlernamen "Sexy Cora" ist nach dem Befund der rechtsmedizinischen Untersuchung an einer Hirnlähmung* gestorben. Mit weiteren Untersuchungen soll die Ursache genauer aufgeklärt werden, sagte Hamburgs Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers.

Ein Bild von Cora zu Beginn der Big Brother-Aufzeichnung vor einem Jahr: Als Kandidatin der RTL2-Sendung erreichte die Erotikdarstellerin ein breiteres Publikum.

(Foto: dpa)

Die 23-jährige ehemalige "Big Brother"-Kandidatin war bei einer Operation zur Vergrößerung der Brüste in einer Privatklinik ins Koma gefallen und neun Tage später im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gestorben. Es war ihre sechste Brustoperation.

"Es gibt keine Anhaltspunkte für ein Herzleiden", sagte Möllers. Medien hatten zuerst berichtet, Cora sei an einem Herzstillstand gestorben. Einem anonymen Hinweis zufolge soll die 23-Jährige vor dem Eingriff Wachstumshormone genommen haben, sagte Möllers zuvor. Das Institut für Rechtsmedizin untersucht deshalb ihr Blut. Die Auswertung werde aber mehrere Wochen dauern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 49-jährigen Chirurgen und die 54-jährige Narkoseärztin der Privatklinik wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Beautyklinik wehrte sich gegen die Vorwürfe.

* Update, 26. Januar: Von Seiten der Nutzer hat es zahlreiche Hinweise zum Begriff "Hirnlähmung" gegeben. Mit dieser wird demzufolge offenbar eine Behinderung (siehe u.a. hier), keine Todesursache benannt. Der Hamburger Oberstaatsanwalt Möllers bleibt auf Nachfrage von sueddeutsche.de allerdings bei der Verwendung des Begriffs. "Es handelt sich um einen feststehenden rechtsmedizinischen Fachbegriff", sagt Müllers, er habe zahlreiche Anfragen zum Thema erhalten und nochmals beim Institut für Rechtsmedizin nachgefragt. Wir haben den Begriff deshalb mit einem Sternchen markiert bzw. in Anführungszeichen gesetzt (Die Redaktion/joku).