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Oberpfalz:Amokläufer verweigert Aussage

Am Sonntagabend hatte er in einem Lokal wahllos auf Menschen geschossen. Am Montagabend stellte sich der arbeitslose Schlosser der Polizei. Seitdem schweigt er beharrlich.

Nach dem tödlichen Amoklauf in einem Dorfgasthof in der Oberpfalz ist das Motiv für die Bluttat weiter unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers habe der 49-Jährige Verdächtige sich bei seiner Vernehmung weder zum Tathergang noch zum Motiv geäußert. Der arbeitslose Schlosser hatte am Sonntagabend in einem Gasthof in Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) einen 67-Jährigen Rentner erschossen und acht Menschen verletzt.

Amoklauf

Die Polizei hatte eine der größten Fahndungsaktionen Bayerns gestartet.

(Foto: Foto: ddp)

Die Tatwaffe sowie das Auto des mutmaßlichen Täters wurden noch nicht gefunden. Der Hobby-Jäger hatte sich am Montagabend nach einer der größten Fahndungsaktionen in Bayern der Polizei gestellt. Er denkt ganz klar und ist nicht verwirrt, sagte der Polizeisprecher.

Der Schlosser hatte per Telefon die Polizei alarmiert und sich auf einer Wiese nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt festnehmen lassen. Am Dienstag wurde die Umgebung nach der Tatwaffe und dem Auto des Mannes abgesucht.

Wahllos um sich gefeuertDer arbeitslose Schlosser hatte am späten Sonntagabend zuerst Schüsse durch die Küchenfenster der Gastststätte in dem kleinen Ort Saltendorf gefeuert und drei Menschen verletzt. Dann tötete er im Flur des Wirtshauses einen 67-Jährigen Rentner, der gerade von der Toilette kam.

In der Gaststube schoss er wahllos umher und traf weitere Menschen. Unter den zum Teil Schwerverletzten waren auch die Wirtin und deren Eltern. Insgesamt hatten sich zum Tatzeitpunkt rund 50 Menschen in dem Lokal aufgehalten.

© dpa
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