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Mord in Dresden:"Bizarre Behandlung des Leichnams"

Police Suspect Cannibalism In Recent Murder

Hier soll die Tat stattgefunden haben: das Haus im Glimmlitztal im östlichen Erzgebirge

(Foto: Getty Images via Landeskriminala)

Rotenburg jetzt im Erzgebirge? Ein sächsischer Polizeibeamter soll einen 59-jährigen Hannoveraner auf dessen Verlangen getötet - und seine Leiche zerstückelt haben. Der LKA-Mann hatte sein Opfer erst zuvor im Internet kennengelernt.

Das Entsetzen ist den Ermittlern noch in ihr Gesicht geschrieben, als sie am Freitagmorgen in Dresden vor die Presse treten. Es geht um einen ungeheuerlichen Verdacht: Ein 55-jähriger Polizist beim Landeskriminalamt Sachsen soll einen 59-jährigen Hannoveraner auf dessen Wunsch hin umgebracht, ihn anschließend zerstückelt und vergraben haben.

Nach ersten Aussagen des Tatverdächtigen habe dieser sein Opfer noch am Tag des ersten Treffens, dem 4. November, getötet und innerhalb von vier bis fünf Stunden die Leiche zerteilt, teilte die Polizei in Dresden mit. Der Mann selbst habe die Ermittler später auf vergrabene Leichenteile hingewiesen.

Derzeit ist die Polizei noch mit der Spurensicherung beschäftigt. Die Tat soll sich bei einer Pension im Erzgebirge abgespielt haben. Ein Ermittler sprach von "einer bizarren Behandlung des Leichnams". Die Leichenteile seien an mehreren Stellen im Garten eines Grundstücks im Osterzgebirge vergraben gewesen. Der Leitende Oberstaatsanwalt Erich Wenzlick sprach bei der Pressekonferenz von Tötung auf Verlangen. Konkrete Hinweise auf Kannibalismus gab es offenbar nicht.

Das Opfer, ein 59 Jahre alter Mann, hatte nach ersten Erkenntnissen im Oktober über eine polizeibekannte Internetplattform Kontakt mit dem Polizeibeamten aufgenommen. Es handle sich um die gleiche Seite, über die auch der Kannibale von Rotenburg sein Opfer kennengelernt habe.

Von Anfang an habe beim Opfer die Absicht bestanden, sich töten und essen zu lassen. Mutmaßlicher Täter und Opfer hätten sehr intensive Kontakte per E-Mail, Chat und SMS unterhalten.

Der Tatverdächtige habe ein Teilgeständnis abgelegt und die Ermittler später zu den vergrabenen Leichenteilen geführt. Ein sexuelles Motiv stritt er jedoch ab.