bedeckt München

Leute:Wann ist ein Mann ein Mann?

Christian Lindner wird zum "Sexist Man Alive" gekürt, Elton John nimmt weibliche Züge an und ein Bielefelder namens Marius Rügge probiert mannhaft 76 Jahre alte Pommes. Die Männer (und Frauen) des Tages.

Sommerinterview der ARD - FDP-Vorsitzender Lindner
(Foto: Paul Zinken/dpa)

Christian Lindner, 41, FDP-Vorsitzender, ist zum "Sexist Man Alive" gekürt worden. Hierbei geht es nicht etwa um die Auszeichnung "Sexiest Man Alive", die jährlich vom US-Promimagazin People vergeben wird (aktueller Titelträger: John Legend), sondern um einen Preis der deutschen Feministinnenzeitschrift Emma. Ausschlaggebend für die Wahl Lindners sei dessen Abschiedsrede auf Generalsekretärin Linda Teuteberg gewesen, in der er, unter Anwendung von Lacher provozierenden Kunstpausen, gesagt hatte: "Ich denke daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten etwa 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben." Dabei handele es sich um einen "Altherrenwitz in der Version Newboyscherz", urteilte die Jury. Lindners Vorgänger als "Sexist Man Alive" ist der Rapper Kollegah.

(Foto: Mattel)

Elton John, 73, britischer Sänger, nimmt weibliche Züge an. Er wird in einer Barbie-Puppe verewigt, wie der Spielzeughersteller Mattel mitteilte. Die Elton-John-Figur ist nicht etwa ein Ken, sondern eine klassische Barbie mit blonder Lockenmähne, lila Hut, Schlaghose, einer regenbogenbunten Jacke und dazu passenden Plateau-Schuhen. Auch Johns Markenzeichen, die Sonnenbrille mit den pinkfarbenen Gläsern, darf in dem 65 Euro teuren Set nicht fehlen. Der Sänger schrieb auf Instagram: "Barbie ist eine Ikone für sich, daher ist es eine wahre Ehre, dass sie meiner Arbeit und meinem persönlichen Stil Tribut zollt."

Fund auf Dachboden: Mann probiert Weltkriegskartoffeln
(Foto: Marius Rügge/dpa)

Marius Rügge, 24, Jungunternehmer aus Bielefeld, hat Kartoffeln aus dem Zweiten Weltkrieg gegessen. Er hatte in einer Dachkammer kistenweise vergessene Dosen gefunden, in denen sich 76 Jahre alte getrocknete Pommes frites der australischen Streitkräfte befanden. "Schmeckt muffig-erdig und nur noch ganz entfernt nach eher mehliger Kartoffel", sagte Rügge der Deutschen Presse-Agentur. In den Holzkisten mit der Aufschrift "Dried Potato" habe er auch eine Anleitung zur Zubereitung entdeckt. Er habe dann gleich ein paar der Kartoffelstäbchen wie empfohlen zwei Stunden lang in Wasser eingeweicht und anschließend in der Mikrowelle erwärmt. "Vielleicht hätte man besser eine Fritteuse genommen."

(Foto: Mauritius Images / SOPA Images)

Kristin Scott Thomas, 60, britisch-französische Schauspielerin, hat einen breit gefächerten Musikgeschmack: Sie mag quasi alles mit Gesang. "Ich liebe die menschliche Stimme in der Musik", sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Es kann Pop oder Klassik sein, D'Angelo oder ein bulgarischer Frauenchor. Haben Sie schon einmal korsische oder walisische Männerchöre gehört? Die sind fantastisch!" Und Blues möge sie auch. Sie selbst sei eine schreckliche Sängerin, singe aber trotzdem liebend gerne. Wenn sie Auto fahre, drehe sie das Radio auf und singe alles mit. "Und ich meine wirklich alles."

Sängerin Anna Loos
(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Anna Loos, 49, Schauspielerin und Sängerin, ist während der Corona-Zeit zum Pingpong-Profi geworden. "Ich bin sicher, unsere Familie hat mittlerweile gute Chancen, jeden Tischtennis-Wettbewerb zu gewinnen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Mit ihrem Mann, dem Schauspieler Jan Josef Liefers, 56, und den beiden Töchtern sei sie bislang gut durch diese Krise gekommen: "Wir hatten es schön miteinander und zusammen." Nur das Homeschooling habe sie manchmal überfordert.

(Foto: Shawn Mendes/Instagram)

Camila Cabello, 23, kubanisch-US-amerikanische Sängerin, trägt schulterfrei. "Ich habe meine Kurzhaar-Jungfräulichkeit verloren!! Ich hatte mein ganzes Leben lange Haare", schrieb sie auf Instagram zu einem Foto, das sie mit nicht wirklich kurzen, aber auch nicht mehr ganz langen Haaren zeigt. " Es wurde Zeit, an diesen Schultern frischen Wind zu spüren." Das luftige Gefühl an den Schultern mag aber auch in der Wahl ihrer schulterfreien Bluse liegen.

© SZ/nas
Zur SZ-Startseite