Jim Morrison:Ein fast lebendige Legende

Jim Morrison ist vor 37 Jahren gestorben. Sein früherer Keyboarder glaubt allerdings nicht daran. Ray Manzarek verriet auch gleich, wo Morrison stecken könnte.

Jim Morrison ist legendär, und die Geschichten, die sich um seinen Tod ranken, nicht weniger. Nun gibt es eine Theorie mehr: Wenn es nach seinem langjährigen Keyboarder Ray Manzarek (69) geht, soll der Sänger der US-Rockband The Doors ("Light My Fire") seinen Tod nur vorgetäuscht haben.

Jim Morrison: Wo ist Jim? Im Herzen der Fans - und auf ihren T-Shirts.

Wo ist Jim? Im Herzen der Fans - und auf ihren T-Shirts.

(Foto: Foto: AP)

Am 3. Juli 1971 war der Sänger von seiner Lebensgefährtin Pamela Courson in der Badewanne seiner Pariser Wohnung tot aufgefunden worden. Als offizielle Todesursache wurde seinerzeit ein Herzinfarkt genannt. Kurz vor ihrem eigenen Tod zwei Jahre später gab seine Freundin zu, dass Morrison an einer tödlichen Überdosis Heroin gestorben war, die sie ihm gespritzt hatte.

Der Daily Mail aber sagte Manzarek nun, der Musiker könnte heute heimlich und unerkannt auf den Seychellen leben. Morrison, der von seinem Ruhm und den damit einhergehenden Exzessen müde gewesen sei, habe 1970 die Idee aufgebracht, den eigenen Tod zu inszenieren und sich ins Ausland abzusetzen, so der Bandkollege.

"Ich frage mich oft, ob sein Tod nicht ein raffinierter Trick war. Jim war ein ruheloser Geist, immer auf der Suche nach etwas Neuem in seinem Leben, und selbst sechs Jahre Erfolg - und Exzess - mit den Doors waren ihm nicht genug. Ein Jahr vor seinem Tod zeigte er mir eine Broschüre über die Seychellen und sagte: 'Wäre das nicht der perfekte Ort um zu entkommen, wenn jeder glaubt du bist tot?' Zu der Zeit machte ich mir darüber keine weiteren Gedanken."

Dafür aber heute um so mehr. Und für die öffentlichen Äußerungen gibt es vermutlich sehr profane Gründe. Manzarek und der Doors-Gitarrist Robbie Krieger sind derzeit auf Europatour. Als Riders on the Storm (benannt nach einem bekannten Doors-Song) gastieren sie am 8. Juli in London. Manzarek bereitet auch eine eigene Filmversion des Lebens des Doors-Sängers vor. Da kann ein wenig Spekulation - und kostenlose Publicity - nicht schaden.

Die Umstände, unter denen Morrison ums Leben kam, haben immer wieder zu Diskussionen unter Anhängern geführt, zumal es nach seinem Tod keine weiteren Tests an dem Leichnam gegeben haben soll und sein Sarg stets verschlossen blieb. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris und ist bis heute eine Pilgerstätte seiner Fans.

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