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Indonesien:Zwei Australier zum Tode verurteilt

Andrew Chan und Mjuran Sukumaran droht die standrechtliche Erschießung. Ein Gericht auf der indonesischen Ferieninsel Bali verurteilte die zwei jungen Australier wegen Drogenschmuggels zum Tode.

Das Gericht sah es am Dienstag als erwiesen an, dass Andrew Chan (22) und Myuran Sukumaran (30) als Anführer eines Drogenschmugglerrings versuchten, mehrere Kilogramm Heroin von Bali nach Australien zu bringen.

Chan und Sukumaran hätten während des Verfahrens keine Reue gezeigt und zudem dem Ansehen Balis geschadet, hieß es in den Urteilsbegründungen. In Indonesien wird die Todesstrafe durch Erschießen vollstreckt.

Seit Montag sind auf der Urlauberinsel vier weitere Australier zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie im Auftrag von Chan und Sukumaran das Rauschgift zu schmuggeln versucht hatten.

"Bali Nine"

Sie gehören einer Gruppe von insgesamt neun inzwischen verurteilten oder mutmaßlichen Drogenkurieren an, der australische Medien den Namen "Bali Nine" gaben. Sie waren im April gefasst worden. Die Urteile gegen die restlichen drei Mitglieder werden für Mittwoch erwartet.

© sueddeutsche.de/dpa
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