Helmut Schmidt Kein Gehör mehr für Musik

Der Altbundeskanzler ist mittlerweile so schwerhörig, dass er seine geliebte Klassik nicht mehr differenziert wahrnehmen kann: "Es ist ein großer Schmerz meines Alters."

Ein Jahr nach einem schweren Herzanfall hat Altbundeskanzler Helmut Schmidt erneut Gesundheitssorgen: Der 84-Jährige ist mittlerweile so schwerhörig, dass er Musik nicht mehr differenziert wahrnehmen kann.

Bei einem Festkonzert in der Hamburger Kirche St. Michaelis sagte Schmidt nach übereinstimmenden Berichten Hamburger Zeitungen in einer kurzen Ansprache: "Es ist ein großer Schmerz meines Alters, dass ich nach weit gehendem Verlust des Gehörs Musik nicht mehr vernehmen kann." Danach habe er die Kirche noch vor dem Beginn der Musik verlassen.

Der Verlust trifft den musikalischen Schmidt schwer. Schmidt kann Klavier spielen und nahm vor vielen Jahren sogar eine Platte mit Bach-Interpretationen zusammen mit dem Pianisten Justus Frantz und anderen auf. Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" kann Schmidt im Gespräch zwar einzelne Stimmen noch hören. Musik oder mehrere redende Personen höre er aber als Krach.

Schmidt hatte im August 2002 einen Herzinfarkt erlitten und hatte danach mehrere Bypässe erhalten.

(sueddeutsche.de/ AP)