Harald Juhnke Der Film, den keiner mehr findet

Der letzte Fernsehfilm des Entertainers wartet noch immer auf seine Ausstrahlung - er ist verschwunden.

"Einsteins Ende" wurde 1998 gedreht und verschwand nach dem Konkurs der Produktionsfirma, sagte Juhnkes langjähriger Manager Peter Wolf und bestätigte damit einen Bericht der Bild-Zeitung.

Wolf hatte für Juhnke, der am 1. April im Alter von 75 Jahren gestorben war und am vergangenen Sonnabend in Berlin beigesetzt wurde, den Vertrag abgeschlossen.

Danach hatte der Schauspieler 150.000 Mark der vereinbarten Gage ausbezahlt bekommen, weitere 100.000 Mark standen noch aus. "Es gab sogar eine große Abschlussfeier nach Beendigung der Dreharbeiten", erinnert sich Wolf.

In dem 90-minütigen und zwei Millionen Mark teuren Thriller spielt Juhnke einen DDR-Atomphysiker, der kurz vor dem Ende der DDR eine angeblich sensationelle Entdeckung macht und von Geheimdiensten gejagt wird. Neben Juhnke spielen unter anderem Otto Sander, Anna Thalbach, Christoph Waltz und Sophie von Kessel mit.

Dem Zeitungsbericht zufolge landete der fertige Film nach dem Konkurs der Produktionsfirma als Sicherheit im Tresor einer Bank. Juhnke lebte seit Dezember 2001 in einem Pflegeheim für Demenzkranke bei Berlin.