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Fernsehkonsum:211 Minuten täglich

Das TV-Programm wird nach Meinung der Deutschen immer schlechter. Sorgen müssen sich die Sender trotzdem nicht machen, denn: Die Bundesbürger glotzen so viel wie nie zuvor.

"Früher war alles besser" - dies gilt nach Meinung eines Großteils der Bundesbürger auch für das Fernsehprogramm. In einer Umfrage des Forsa-Instituts für das Magazin Stern äußerten 44 Prozent die Meinung, früher sei das Angebot des Fernsehens in Deutschland besser gewesen.

Zeitvertreib Nummer eins: Fernsehgucken

(Foto: Foto: dpa)

Mit 31 Prozent war knapp ein Drittel der Befragten der Meinung, dass das Programm heute genauso gut oder schlecht sei wie früher. Lediglich 19 Prozent der Befragten fanden, dass das Fernsehprogramm heute alles in allem besser ist.

Doch das schlechte Programm hält die anscheinend Deutschen nicht davon ab, immer mehr Zeit vor dem Fernseher zu verbringen. So ist der tägliche Fernsehkonsum laut einer Studie von Media Control zwischen 1992 und 2005 um rund eine Stunde gestiegen. Ganze 211 Minuten verbringt der Durchschnittsdeutsche mittlerweile vor der Glotze.

Nach einer anderen Untersuchung sind es vor allem die Älteren, die ihre Tage vom Fernsehprogramm füllen lassen - eben jene Zuschauer also, die jetzt den Qualitätsverfall des Programms beklagen. Die Über-50-Jährigen machen einen Großteil der Gruppe der sogenannten Vielseher aus, die täglich 6,5 Stunden oder sogar mehr vor dem Fernseher sitzen.

© sueddeutsche.de/afp
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