bedeckt München 11°

Donald Duck wird 70:Das Steh-Auf-Entchen

Im Jahr 1936 erhielt er in Amerika im Hollywood-Konzern des Zeichners und Unternehmers Walt Disney eine eigene Comic-Serie, die bald in mehreren Tageszeitungen gedruckt wurde. Nach seinem weltweiten Aufstieg im Kino und im Fernsehen kam Donald in den Fünfzigern auch nach Europa.

Heute drucken mehr als hundert Zeitungen in 70 Ländern täglich Donald-Cartoons. In fast 50 verschiedenen Sprachen erscheinen Heftchen mit den Abenteuern von Paperino (Italien), Pato (Spanien), Anders And (Dänemark) oder Kaczor Donald (Polen).

Die Lustigen Taschenbücher, das in Deutschland beliebteste Produkt rund um Donald Duck, stammt aus Italien. Bis heute sind allein von dieser Reihe weit über 200 Millionen Stück erschienen - für den Disney-Konzern ein Dauererfolg.

Donald selbst hat zum Geld ein gepflegtes Nicht-Verhältnis. Seine Unberechenbarkeit macht ihn zum Problemfall für jeden Arbeitgeber, wenn man einmal von der gewinnorientierten Walt Disney Company selbst absieht. Am liebsten liegt Donald lesend und blubberlutschend in der Hängematte - aber er muss ja auch die Neffen Tick, Trick und Track ernähren und will auch vor seiner Dauer-Geliebten Daisy nicht zu schlecht da stehen.

So gehören zu seinen zahlreichen Berufs-Versuchen: Feuerwehrmann, Tierpfleger, Museumsdiener, Gärtner, Glasermeister, Aushilfserfinder, Froschfarmer, Truthahnjäger, Raketenschrottkehrer, Schmied, Postbote, Stationsvorsteher, Kapitän, Grenzpolizist, Fischzüchter, Immobilienhändler, Himmelsschreiber, Schlangenbeschwörer, Haarkünstler, Gewerbe-mäßiger Zerstörer, Theaterschauspieler, Bodyguard, Eisverkäufer, Reporter, Nachtwächter, Kammerjäger, Eisberg-Transporteur, Wüstenfarmer, Kunstmaler, Traumprüfer, Milchmann und Schuhverkäufer. Und das ist wirklich nur ein kleiner Auszug aus seinem Lebenslauf.

Zur SZ-Startseite