Das "Sakrileg" in Cannes Schweigen und vereinzeltes Gelächter

Mit großer Spannung wurde die erste Vorführung des Romans von Dan Brown mit Tom Hanks in der Hauptrolle erwartet. Und das erste Urteil der Film-Kritiker?

Selten gab es so viel Medienrummel um einen Film, der noch gar nicht gelaufen ist, wie um "Sakrileg".

Tom Hanks in Cannes. Der Film hat bei bei Kritik keinen Applaus ausgelöst.

(Foto: Foto: dpa)

Mit umso größerer Spannung wurde die erste Vorführung des Werks mit Tom Hanks in der Hauptrolle erwartet. Doch die Reaktion dürfte weder dem Schauspieler, noch Regisseur Ron Howard noch Dan Brown, dem Autor der Romanvorlage, gefallen:

"The Da Vinci Code", wie der Film im Original heißt, ist bei seiner Vorab-Premiere vor Film-Kritikern in Cannes durchgefallen.

Die knapp 2000 Journalisten, die den rund 100 Millionen Euro teuren Hollywood-Streifen einen Tag vor dem Festivalpublikum sehen durften, nahmen die Verfilmung des Erfolgsromans von Dan Brown mit eisigem Schweigen auf.

Während einer Schlüsselszene des Streifens gab es vereinzelt sogar Gelächter. Und nach dem Ende der Präsentation rührte sich keine einzie Hand zum Applaus.

"Viel Lärm um nichts", meinte ein amerikanischer Kritiker nach der Vorstellung.

"Ich habe den Film nicht sehr gemocht. Ich fand ihn fast so schlecht wie das Buch", sagte der Kritiker Peter Brunette von der US-Tageszeitung The Boston Globe anschließend. Lina Hamchaoui vom britischen Radiosender IRN zeigte sich ebenfalls enttäuscht: "Die Dialoge waren geschmacklos." Das Publikum sei verwirrt gewesen, urteilte Margherita Ferrandino vom italienischen Fernsehsender Rai 3.

Kein glänzender Start also für den Verschwörungs-Thriller, dessen offizielle Weltpremiere am Mittwochabend das 59. Festival von Cannes einleiten soll.

Ab Mittwoch kommt "The Da Vinci Code" auch in ganz Frankreich, ab Donnerstag in Deutschland und am Freitag in den USA und dem Rest der Welt in die Kinos.