Britische Lehrerin im Sudan verhaftet Ein Teddy namens Mohammed

Da ihr Klassen-Maskottchen Mohammed heißt, wurde eine britische Lehrerin im Sudan verhaftet. Die sudanesische Botschaft in London stellt sich hinter die Frau.

Eine 54-jährige britische Lehrerin ist im Sudan wegen Beleidigung des Islams verhaftet worden, nachdem sie einen Teddybären "Mohammed" genannt hatte. Der britische Rundfunksender BBC berichtete unter Berufung auf Kollegen der Grundschullehrerin, die Frau habe den Namen auf Vorschlag ihrer sechs und sieben Jahre alten Schüler gewählt.

Sie sei verhaftet worden, nachdem mehrere Eltern sich über den Namen des Klassen-Maskottchens beschwert hatten. Die britische Botschaft in Khartum hatte keine Informationen, ob offiziell Anklage gegen die aus Liverpool stammende Lehrerin erhoben worden ist. Die Schule wurde dem Bericht zufolge bis Januar geschlossen, da Angriffe von religiösen Fanatikern befürchtet wurden.

Die sudanesische Botschaft in London hat die britische Lehrerin in Schutz genommen, deren Schüler einen Teddybären Mohammed genannt hatten. Dies sei ein "aufrichtiges Versehen" gewesen, sagte Khalid al Mubarak, Sprecher der Botschaft, der BBC.

Er "hoffe und bete", dass Gillian Gibbons bald frei komme. Die 54-Jährige aus Liverpool wurde im Sudan wegen Gotteslästerung angeklagt und soll nun vor Gericht erscheinen. Ihr droht eine Gefängnisstrafe oder Auspeitschen.