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Bohrmaschinen-Unfall:Von vorne durchs Auge in den Kopf

Eine Szene wie aus einem Splatter-Movie: Ein Mann rammt sich einen 45 Zentimeter langen Bohrer durchs Auge in den Kopf. Doch die Geschichte ist wirklich passiert und das Beste daran ist: Der Bauarbeiter aus Kalifornien überlebte. Er verlor zwar ein Auge, wird sonst aber keine bleibenden Schäden davontragen.

Ron Hunt hatte Glück im Unglück. Beim Sturz von der Leiter fiel er auf seinen Bohrer, das Stahl durchdrang seinen Schädel. Der 45 Zentimeter lange Bohrer spießte sich durch das Auge des Bauarbeiters und trat hinten wieder aus dem Kopf.

Röntgen-Bild mit Seltenheitswert: Der Schädel von Ron Hunt mit dem Bohrer.

(Foto: Fotos: AP)

3,8 Zentimeter maß der Bohrer im Durchmesser. Hunt verlor zwar bei dem Unfall ein Auge, doch er überlebte. Sein Gehirn wird aller Voraussicht nach keinen bleibenden Schaden von dem Unfall davontragen, sagen die Ärzte.

"Ich führte meine Hände hoch zum Bohrer, zu meinem Auge, und meine andere Hand dann zu meinem Hinterkopf. Dort fühlte ich den Bohrer wieder hindurchkommen", erinnerte sich Hunt am Dienstag im US-Fernsehsender ABC an den Unfall zurück, der der sich am 15. August in Truckee in Kalifornien zugetragen hatte.

"Das war dann ziemlich genau der Moment, wo der Schock einsetzte." Sein Neffe Ben Hunt erinnert sich, die Krankenschwester hätten ihn zwar bei seinem Besuch auf den grausamen Anblick vorbereitet.

Doch was er dann sah, überstieg alle Erwartungen. "Es schien völlig unwirklich, es war wie im Kino", sagte Ben Hunt der Zeitung Sierra Sun. Sein Onkel, der in der Familie seit dem unglaublichen Unfall den Spitznamen "Wundermann" trägt, werde eines Tages über die ganze Sache lachen können. "Er wird seine Witze machen und sein Glasauge herausholen."

© sueddeutsche.de/AP
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