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Bandenkrieg:Handgranaten-Attacke in Kopenhagen

Im Kopenhagener "Freistaat Christiania" haben Unbekannte in der Nacht zum Freitag eine Handgranate auf Besucher geworfen, die offenbar zufällig vor Ort waren. Die Polizei sieht den Grund dafür in Bandenkriegen.

Bei der Explosion einer Handgranate im "Freistaat Christiania" in Kopenhagen wurde ein Mann schwer verletzt. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Die Polizei stufte die Attacke als Teil des Kopenhagener "Bandenkrieges" um die Vorherrschaft im illegalen Haschisch-Handel ein. Die Christiania ist als "Hippie- Kolonie" bekannt worden.

Die Opfer der Attacke sollen zufällig vor Ort gewesen sein. Durch die Detonation der Handgranate wurde einem jungen Mann der Unterkiefer teilweise weggesprengt. Seine vier Begleiter erlitten leichte Verletzungen.

Das ehemalige Kasernengelände Christiania im Kopenhagener Mitte-Stadtteil Christianshavn wurde 1971 von überwiegend jungen Leuten besetzt und hat seinen "teilautonomen" Status seitdem immer wieder erfolgreich gegen Behörden-Anläufe zur Räumung oder Auflösung verteidigt.

Die heute etwa 800 Bewohner mussten sich auch gegen Rockergruppen wehren, die von hier aus den Handel mit harten Drogen zu steuern versuchten. 2004 unterband die Polizei auch den in Christiania konzentrierten und bis dahin geduldeten Haschisch-Handel.