Öffentliche WCsEchtes Bedürfnis

Eisdiele, Bistro, Partyzone! Ein paar öffentliche Klos in München sollen künftig nicht im ursprünglichen Sinne genutzt werden. Ein Blick auf (ehemals) stille Orte.

Die öffentlichen Toiletten in München sind dem Stadtrat ein dringendes Anliegen. Seit mehr als fünf Jahren diskutieren die Politiker, wie viele Bedürfnisanstalten in der Stadt eigentlich nötig sind - und wer sie letztlich so betreiben kann, dass sie auch ohne Ekelgefühle benutzt werden können. Vor dreieinhalb Jahren sollten noch fast drei Dutzend Toilettenanlagen geschlossen und 36 saniert werden, nun sollen vielmehr neue gebaut oder seit Jahren geschlossene wieder zugänglich gemacht werden.

Nach der Sanierung der Anlage im U-Bahnhof Münchner Freiheit steht nun die Renovierung der Toiletten am Marienplatz an. Das kostet viel Geld: 875 000 Euro investiert die Münchner Toiletten GmbH in die Sanierung der Anlage an der Münchner Freiheit. Die jüngste Tochtergesellschaft der Stadtwerke München soll sich vor allem um die Sanierung der Klos in den U-Bahnhöfen kümmern.

Doch es gibt zahlreiche weitere Stille Örtchen in der Stadt, die auf ihre Nutzung warten. Manche werden auf durchaus ungewöhnliche Art betrieben.

Bild: Alessandra Schellnegger 12. Januar 2015, 10:162015-01-12 10:16:25 © SZ vom 12.1.2015/bica/ahem