Kurioses über die StadtAngeberwissen für Münchner

Was der Name Mötley Crüe mit München zu tun hat und wie Dracula wirklich begann: Kuriose Dinge über München, die Sie so bestimmt noch nicht kannten und mit denen Sie am Stammtisch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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Die erste Gynäkologin Münchens

Ende des 19. Jahrhunderts machte sich die junge Studentin Hope Bridges Adams auf, um einen Wandel in der Welt der Medizin zu provozieren. Sie stammt zwar aus England, gilt aber als die erste Frau, die in Deutschland ein Medizinstudium mit dem Staatsexamen abgeschlossen hat. Sie studierte in Leipzig, wo sie sich, weil es im Deutschen Reich anders nicht möglich war, als Gasthörerin eintrug. Um möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen, verkleidete sich Dr. Hope dabei als Mann. Die Zulassung als Ärztin wurde ihr jedoch vorerst verweigert.

1887 heiratete sie zum zweiten Mal. Ihr Ehemann Carl Lehmann war Mediziner in München, der auch eine eigene Praxis besaß. Also ging Dr. Hope, die auch enge Konktakte zur Münchner Frauenbewegung unterhielt, in die bayerische Landeshauptstadt und führte die Praxis gemeinsam mit Lehmann. 1904 erreichte sie endlich ihr Ziel: Durch einen Beschluss wurde ihr nachträglich die Berechtigung zur Führung ihres Doktortitels anerkannt. Dr. Hope wurde die erste praktische Ärztin und Gynäkologin Münchnens.

2010 strahlte das ZDF einen Zweiteiler über die rebellische Ärztin aus. Gespielt wurde Dr. Hope von der Schauspielerin Heike Makatsch.

Im Bild: Heike Makatsch mit Schauspielkollege Martin Feifel

Bild: dpa 1. August 2011, 11:462011-08-01 11:46:18 © sueddeutsche.de