Buddhistisches Kloster in Gefahr Mönch auf Quartiersuche

Ständig Ärger mit den Behörden wegen der Stellplatzablöse: Vermieter kündigen Freisings buddhistischem Mönch. Der sucht jetzt ein neues Domizil.

Gudrun Regelein

Für seine Anhänger ist es ein Schock. Der buddhistische Mönch und Klostervorsteher Bhikkhu Thitadhammohat vom Vermieter die Kündigung für die Zweigstelle des buddhistischen Klosters Bodhi Vihara an der Fischergasse erhalten. Ende Januar verliert die buddhistische Gemeinschaft somit ihren Andachts- und Meditationsraum. Und auch aus dem Kloster auf dem Domberg soll der Mönch bis Mitte 2013 ausziehen. Jetzt suchen er und seine Freunde dringend ein neues Quartier.

Die Kündigung kam "aus heiterem Himmel", erzählt Bhikkhu Thitadhammo. "Für uns ist das ein herber Schlag, denn das bedeutet, dass wir künftig weder Vorträge noch Unterricht halten können", sagt der Mönch. Der Vermieter habe die Kündigung damit begründet, dass die Nutzung durch die Klostergemeinschaft - anders als vorgesehen - nicht privater Natur gewesen sei und von der Bauaufsicht als "gewerblich" eingestuft wurde, weshalb diese nun auch die Ablöse für einen weiteren Stellplatz einfordert . "Der ständige Ärger mit der Behörde und die nervliche Belastung wurden dem Vermieter wohl zu viel", meint der Klostervorsteher.

Diese Kündigung ist aber nicht die einzige Sorge der buddhistischen Gemeinschaft: Denn auch der Vermieter des Klosters auf dem Domberg hat angekündigt, wegen Eigenbedarfs den Mietvertrag Mitte 2013 zu kündigen. "Wir suchen nun dringend nach einer Lösung, sonst verlieren wir unsere räumliche Existenzgrundlage", sagt der Mönch. Dennoch gewinnt er der Sache auch etwas Positives ab. Da beide Räume nicht ideal gewesen seien, werde die Kündigungen die "dringend notwendige Veränderung" beschleunigen. Nun suche man ein Domizil - am besten ein Haus - und wolle sich nicht mit einer Notlösung zufrieden geben. Allerdings seien die finanziellen Ressourcen knapp. Trotzdem sollen die Spender für den Stellplatz ihr Geld zurückbekommen, wenn sie nicht damit einverstanden sind, sie für einen Umzug zu verwenden.