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Fahndungsaufruf der Münchner Polizei:Kamera filmt Entführer von Bankiersfrau

Mit diesem Fahndungsfoto suchte die Polizei nach dem Mann,d er am 10. Juni 2015 die Frau eines Bankiers entführt haben soll.

Die Polizei sucht diesen Mann. Er soll die Bankiersfrau aus ihrem Haus entführt haben.

(Foto: Polizei/oh)
  • Die Frau eines Münchner Bankmanagers wurde am Mittwochmorgen aus ihrem Haus entführt. Den zwölfjährigen Sohn ließ der Täter gefesselt zurück.
  • Auf einem Supermarktparkplatz konnte sich die Frau befreien.
  • Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach dem flüchtigen Täter. Inzwischen hat sie ein Fahndungsfoto veröffentlicht.

Wen die Polizei sucht

Nach der Entführung der Frau eines Münchner Bankmanagers sucht die Polizei nun mit einem Fahndungsfoto nach dem Täter. Es soll sich um einen etwa 50-Jährigen mit einem ungepflegten Drei-Tage-Bart handeln. Der Mann ist schlank und zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß. Bekleidet war er mit einer Jeans und einer dunklen Jacke sowie einer schwarzen Strickmütze, die an der Stirn umgeklappt war. Der Täter hatte einen Rucksack dabei.

Die Polizei geht momentan von einem Einzeltäter aus. Ob es eine Verbindung zwischen dem Täter und dem Bankmanager gibt, kann die Polizei derzeit noch nicht sagen. Erste Spuren werden momentan ausgewertet.

Was geschehen war

Der Mann hatte am Mittwochmorgen gegen 7:45 Uhr die 46-Jährige in ihrem Wohnhaus in Ottobrunn mit einer Schusswaffe bedroht, ihren zwölfjährigen Sohn gefesselt und sie dann gezwungen, mit ihm im Auto nach München zu fahren.

Auf einem Supermarktparkplatz in der Westendstraße in der Nähe der Donnersbergerbrücke gelang es dem Opfer, sich zu befreien. Warum der Mann dort angehalten hat, ist derzeit unklar. Der Unbekannte flüchtete offenbar über das Gelände einer angrenzenden Firma und wurde dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. Auf der Flucht verlor der Mann das Magazin seiner Waffe. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Softairpistole gehandelt hat.

Ein handgeschriebener Erpresserbrief

Supermarktkunden hörten, dass die Frau um Hilfe rief und alarmierten die Polizei. Die suchte am Mittwochnachmittag und -abend mit einem Großaufgebot nach dem flüchtigen Täter.

Im Haus in Ottobrunn befreiten die Beamten den Sohn und fanden einen handgeschriebenen Erpresserbrief, in dem 2,5 Millionen Euro Lösegeld gefordert wurden. "Wir haben Ihre Frau", soll unter anderem in dem anonymen Schreiben gestanden haben. Der Mann der Entführten ist einer der Top-Manager der Stadtsparkasse München.

Zeugenaufruf der Polizei

Personen, die zur Identität und zum Aufenthaltsort der auf dem Lichtbild gezeigten Person oder zu der Entführung selbst Angaben machen können, werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 11 unter der Telefonnummer 089 / 2910 - 0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

© SZ.de/bica/sim/jobr
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