bedeckt München 22°

Zukunft von Stadt und Region:Blick von außen

Zwanzig Studenten des Masterstudiengangs Urbanistik entwickeln Handlungsvorschläge für Erding bis 2050

Studenten dürfen von der Zukunft träumen, nicht nur von ihrer eigenen: Wer Urbanistik an der Technischen Universität studiert, bekommt am Lehrstuhl für Raumentwicklung von Professor Alain Thierstein im Masterstudiengang die Chance, langfristige räumliche Strategien für die kommenden dreißig Jahre zu entwerfen. Nach Zusammenarbeiten unter anderem mit München, Landshut und Rosenheim befassten sich in diesem Wintersemester zwanzig Studenten dieses Lehrstuhls mit der Entwicklung des Raumes der Stadt Erding. Von Mittwoch, 5. Februar, an ist das Ergebnis dieser Arbeit im Museum Erding zu sehen in der Ausstellung "ED 2050 Gap Closing".

Vier Szenarien haben die Studenten entwickelt, wie sich die Große Kreisstadt in den kommenden dreißig Jahren entwickeln könnte, teilt nun die Stadt Erding mit. Besonders berücksichtigten die Studenten dabei demnach den geplanten S-Bahn-Ringschluss und die angekündigte Konversion des Fliegerhorst-Geländes. Hierzu heißt es auf der Homepage der TU München, die Erreichbarkeit Erdings würde sich durch den Ringschluss stark verbessern. "In Zukunft sind regionale und überregionale Direktverbindungen von Erding zum Flughafen, nach Landshut, Regensburg und Salzburg sowie eine erhöhte Frequenz im Münchner S-Bahn-Netz vorgesehen." Wann es so weit ist, dazu werden aber wohl auch die Studenten keine Auskunft erteilen können. Die bessere Erreichbarkeit von Stadt und Landkreis steigere die Standortattraktivität Erdings. Das Gelände des Fliegerhorstes biete enorme Gestaltungsmöglichkeiten. "Im Spannungsfeld dieser Entwicklungen" müsse sich Erding als Teil der Metropolregion München positionieren, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung.

Die Studie ist Teil des Projekts "Urban Landscape 1". Am Lehrstuhl für Raumentwicklung bearbeiten Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen einen Teilraum der Metropolregion München. Das Projekt soll ihnen "grundlegende Kompetenzen im strategischen Entwerfen von Stadt und Region" vermitteln. Dabei sollen sie mit den Akteuren vor Ort zusammenarbeiten. Sie hatten eine Exkursion nach Erding unternommen, führten Gespräche mit Vertretern von Verwaltung, Unternehmen und Verbänden und sollten auch mit selbst gewählten Experten Interviews führen. Sowohl eine ausführliche Analyse, als auch räumlich konkrete Handlungsvorschläge waren Ziel des Masterstudiengangs. Nachdem OB Max Gotz (CSU) und Professor Alain Thierstein die Ausstellung am Dienstag, 4. Februar, eröffnet haben, ist sie bis Sonntag, 16. Februar, zu sehen: von Dienstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr im Museum in der Prielmayerstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei.

© SZ vom 30.01.2020 / ts

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite