Stadt Erding:Am Turm ist erst Mal Schluss

Stadt Erding: Der Schöne Turm, auch Landshuter Tor genannt, der letzte noch erhaltene Torturm der Altstadt von Erding, wird noch ein wenig länger als sowieso schon geplant gesperrt bleiben.

Der Schöne Turm, auch Landshuter Tor genannt, der letzte noch erhaltene Torturm der Altstadt von Erding, wird noch ein wenig länger als sowieso schon geplant gesperrt bleiben.

(Foto: Renate Schmidt)

Pflasterarbeiten auf der Landshuter Straße vor dem Rathaus laufen planmäßig. Östlich des Schönen Turms müssen noch die Wasserleitungen unter der Straße ausgetauscht werden

Von Gerhard Wilhelm, Erding

Die Pflasterarbeiten auf der Landshuter Straße vor dem Rathaus laufen planmäßig und sollten im August abgeschlossen sein, sagt Christian Wanninger, Pressesprecher der Stadt Erding. Doch auch wenn dann die Straße wieder befahrbar ist, ist am Schönen Turm erst Mal Schluss, denn auf der anderen Seite müsse an den Leitungen unter Straße gearbeitet werden und dies könne bis in Herbst hinein dauern, sagt der Pressesprecher.

Mitte März hatten die abschließenden Straßenbauarbeiten zwischen dem alten Rathaus und der Straße Am Rätschenbachbegonnen. Von dort ging es weiter Richtung Schöner Turm. Nach Abschluss der Arbeiten soll der gesamte Bereich einen Platzcharakter bekommen, wie die Stadtverwaltung schreibt. Mit entsprechenden Straßenbelägen, Sitzmöglichkeiten und Bäumen soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Die beiden Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Verschwunden ist schon länger der Blick auf den 28 Meter langen Tunnel, der das Rathaus mit dem Neubau der Stadtverwaltung auf der gegenüberliegenden Straßenseite verbindet. Das rund 1,1 Millionen Euro teure Projekt war massiver Kritik ausgesetzt gewesen.

Der Schöne Turm, auch Landshuter Tor genannt, der letzte noch erhaltene Torturm der Altstadt von Erding, wird aber noch ein wenig länger als sowieso schon geplant gesperrt bleiben. Der Planungs- und Bauausschuss der Stadt hatte jüngst beschlossen, die Sanierung der Landshuter Straße in Richtung Osten ein Stück weiter auszudehnen. Der Grund: die Wasserversorgung müsse Leitungen reparieren. Die Wasserleitung vom Schönen Turm bis zur Einmündung Am Mühlgraben sollen ausgetauscht werden. Daraufhin beschlossen die Stadträte, den neuen Straßenbelag nicht nur bis zum Schönen Turm, sondern darüber hinaus Richtung Osten bis zur Einmündung der Straße Am Mühlgraben zu erneuern - auf dass es nicht mehr so scheppere und krache, wenn die vielen Autos dort fahren. Die Gehwege mit Bordsteinen werden zwar nicht saniert, trotzdem bedeutet das Granitpflaster eine große Erleichterung auch für Rollstuhlfahrer, die über die unebenen Flächen auf den Straßen nicht mehr fahren wollten, wie unter anderem Burkhard Köppen (CSU) sagte.

Damit ist die ursprüngliche Planung, Ende Juli, Anfang August die Innenstadt wieder für den Durchgangsverkehr zu öffnen, hinfällig. Die Öffnung wird sich verschieben. Wann die Straße endgültig für den Verkehr freigegeben werden kann, daraufhin wollte sich Christian Wanninger nicht festlegen.

© SZ vom 24.07.2021
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