Schulamt Erding:An die Spitze gerückt

Robert Leiter wird neuer Fachlicher Leiter der Schulbehoerde

Die Schulamtsdirektorin Marion Bauer geht in den Ruhestand, ihre Aufgabe als fachliche Leitung der Behörde übernimmt Robert Leiter.

(Foto: Stephan Görlich)

Schulrat Robert Leiter folgt auf Marion Bauer, die in Ruhestand geht

Von Jakob Ille, Erding

Robert Leiter wird neuer Leiter des Schulamts Erding. Von 1. September an übernimmt er die Führung der staatlichen Behörde von Marion Bauer. Der 54-jährige Landshuter ist seit vielen Jahren im Landkreis Erding tätig, als Lehrer und Schulleiter arbeitete er unter anderem an den Grundschulen in Langenpreising, Taufkirchen und Eitting. 2016 wurde er zum Schulrat ernannt und arbeitet seitdem eng mit Bauer zusammen. "Wir haben dieses Amt sechs Jahre lang gemeinsam geführt, der Übergang wird daher nahtlos vonstattengehen", sagte Bauer am Dienstagvormittag bei der offiziellen Amtseinführung Leiters.

Sie sei froh, sagte Bauer, einen Nachfolger zu haben, der über die gesamte Dauer ihrer sechsjährigen Amtszeit bereits in die Leitung des Schulamts involviert war. Seine bisherige Stelle wird nachbesetzt, sobald eine passende Nachfolge gefunden wurde, fügte sie an. Leiter möchte den Kurs Bauers weiterführen und nennt dieselben Schwerpunkte wie sie bei ihrem Amtsantritt: eine enge Zusammenarbeit mit Schulleitern und Bürgermeistern, Integration und Inklusion. In Bauers Amtszeit wurden in Oberding und Dorfen Beratungszentren eingerichtet, an die sich Eltern jederzeit wenden können. Laut Bauer gibt es an jeder Schule Inklusionsbeauftragte und Inklusionskonzepte. Leiter will die gezielte Förderung von Schülern und Schülerinnen mit Legasthenie, Dyskalkulie oder Hochbegabung weiter vorantreiben. "In diesem Bereich sind wir mit Tandems aus Schulpsychologen und Lehrkräften gut aufgestellt, die sich um die Bedürfnisse der Schulkinder kümmern", sagte er. Diese Kinder seien es auch, die am meisten unter der Pandemie gelitten hätten.

Leiter ist von September an für knapp 8000 Schüler und Schülerinnen in 42 Grund- und Mittelschulen verantwortlich. Wichtigster Punkt im kommenden Schuljahr werde sein, dass die Kinder und Jugendlichen auch wirklich in die Schulen gehen können, betonte Leiter. Die Schulkinder seien durch regelmäßige Tests und das Tragen der Maske ausreichend geschützt, deshalb sei er optimistisch, im Herbst wieder Normalität in den Schulen zu erleben. Besonders froh sei er, dass der Anteil an geimpften Lehrkräften hoch sei. Denn "die Sicherheit der Kollegen und Kolleginnen hat Vorrang", sagte Leiter.

Die aus dem Amt scheidende Marion Bauer freut sich darauf, wie sie sagte, von September ihren Ruhestand in Erding verbringen zu können. "In den vergangenen Jahren kam Privates oft zu kurz. Die freie Zeit wird ungewohnt, aber ich freue mich darauf." Pläne habe sie keine, sie wolle die Dinge auf sie zukommen lassen. Sie wird Ende September in würdigem Rahmen verabschiedet werden. Dass er in seiner neuen Position keine Freizeit mehr haben wird, das fürchtet Leiter nicht. Der Vater eines erwachsenen Kindes und zweifache Großvater spielt in der Lehrerband Irish Moos Geige und möchte dieses Hobby auch beibehalten.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung wurde auch berichtet, die scheidende Schulamtsleiterin Marion Bauer habe kritisiert, dass sich "viele Bürgermeister sträubten", Luftfilteranlagen für Klassenzimmer anzuschaffen. Ferner wünsche sich Bauer klare Kriterien der Regierung, wie mit solchen Anlagen Präsenzunterricht im Gegensatz zu Klassenräumen ohne Filter aufrecht erhalten werden könne nach den Ferien. Marion Bauer legt Wert auf die Feststellung, dass sie sich zu Luftfiltern nicht geäußert habe. Stattdessen, so bestätigt Robert Leiter als neuer Schulamtsleiter, habe er sich am Rande der Veranstaltung sehr positiv zu den Anstrengungen der Bürgermeister geäußert. Hingewiesen habe er lediglich darauf, dass die Förderung der Luftfilter nur zu 50 Prozent bezuschusst und dass mancherorts über die Wartungs- und Folgekosten diskutiert werde. Dass sich Bürgermeister im Landkreis "sträubten", treffe hingegen nicht zu, "im Landkreis ist da sehr viel passiert", lobt Leiter.

© SZ vom 05.08.2021
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