Kreisausschuss:Runder Tisch für Wirtschaftsförderung

Drei digitale Gründerzentren gibt es derzeit in Bayern - in Ingolstadt, Rosenheim und München -, und dabei wird es auch bleiben. Der Landkreis Erding wird keine Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium erhalten, um ein solches Zentrum zu errichten, wie es die CSU vorgeschlagen hat. Man sei im Ministerium zudem der Auffassung, dass die aktuelle Zahl der digitalen Gründerzentren ausreiche, das erläuterte Kathrin Neueder, die Leiterin des Fachbereichs Kreisentwicklung am Landratsamt, am Mittwoch den Kreisräten in der Sitzung des Kreisausschusses. Ebenso wird es aber auch nichts mit einem Mittelstand-Digital-Zentrum, dessen Einrichtung die SPD prüfen lassen wollte. Dafür sei der Landkreis nicht nur eine Nummer zu klein, wie Neueder in Erfahrung gebracht hatte. Diese Zentren entstünden fast ausschließlich auf Länderebene, und zwar in der Regel in Kooperation mit Forschungseinrichtungen oder Hochschulen.

Diese Neuigkeiten nahmen die Kreisräte gelassen zur Kenntnis. Hans Wiesmaier (CSU), Bürgermeister von Fraunberg und Sprecher der Bürgermeister im Gemeindetag, sagte, die Firmen wüssten sowieso, wo die Kompetenz sei, und gingen dann auch dorthin. Das Landratsamt übernehme sich, wenn es sich beim Thema Digitalisierung zum Koordinator für Unternehmen aufschwingen wolle. Alle Kreisräte stimmten dem Vorschlag der Verwaltung zu, einen runden Tisch zu gründen, an dem die Wirtschaftsförderer der 26 Kommunen im Landkreis zusammenkommen sollen. Dort könne man über Angebote an Unternehmen reden, eine Karte der Gewerbegebiete erstellen und den Bedarf der Betriebe ermitteln. Denn nicht jede Gemeinde brauche das Gleiche wie die Nachbargemeinde, auch das betonte Wiesmaier.

© SZ vom 16.09.2021 / ts
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