Krätze am Klinikum Erding Erneuter Ausbruch von Skabies im Landkreis

Laut Landratsamt sind Mitarbeiter, aber keine Patienten betroffen

Nach dem Auftreten von insgesamt 20 Fällen von Krätze, auch Skabies genannt, im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding ist es jetzt auch im Klinikum Erding zu einem Befall gekommen, wie Daniela Fritzen, die Pressesprecherin des Landrats mitteilt. Das Auftreten beschränke sich nach aktuellem Kenntnisstand auf eine Station und dort auf fünf Mitarbeiter, die bis zum Nachweis des Behandlungserfolges nicht eingesetzt werden. Patienten seien nach bisherigem Kenntnisstand nicht betroffen.

Aktuell treffen die Verantwortlichen im Klinikum - in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt - die erforderlichen Maßnahmen, um zügig für alle Mitarbeiter und Patienten eine Ansteckungsgefahr ausschließen zu können, wie Fritzen mitteilt. Der Fokus liege dabei auch auf einer prophylaktischen Behandlung der engen Kontaktpersonen der Erkrankten. Zusammenhänge zum Auftreten der Krätze in anderen Einrichtungen im Landkreis werden derzeit geprüft.

Das Pflegeheim in Hohenpolding war nach dem Ausbruch Anfang Oktober an einem Wochenende für 24 Stunden geschlossen worden, um die Erreger einzudämmen. Mittlerweile ist es wieder geöffnet, nachdem die Ansteckungsgefahr vorüber war. Auch in einer Kindertagesstätte in Taufkirchen war ein Kind erkrankt.

Bei der Krätze wird die Haut des Erkrankten von Skabiesmilben befallen, wodurch es zu roten Flecken, starkem Juckreiz sowie Hautschädigungen und Eiterbildung kommen kann. Alle Personen, die in den letzten beiden Wochen Kontakt mit den genannten Einrichtungen hatten, werden weiterhin gebeten, auf Symptome wie brennende Haut und Juckreiz zu achten und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen. Betroffen sind vor allem Zwischenräume von Fingern und Fußzehen, Handgelenke, Knöchel, Achseln, Ellenbogen, Brustwarzen und Genitalien, bei Säuglingen und Kleinkindern auch der Kopf, Gesicht sowie Hand- und Fußflächen.