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Jugendhilfeausschuss:Mehr Zuschuss für KJR, weniger für Zentrum

Der Kreisjugendring (KJR) kann nächstes Jahr mit einem höheren Zuschuss vom Landkreis rechnen. Da der Aufwand für die Freizeiten, aber auch die Personalkosten und die Kosten für die Geschäftsführung sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich erhöht haben, werden dem KJR 2017 insgesamt 163 000 Euro statt wie in diesem Jahr 155 000 Euro zugebilligt, wie der Jugendhilfeausschuss am Montag einstimmig beschloss. Vorbehaltlich der Beratungen für den Kreishaushalt 2017.

Der Haushaltsplan des KJR für 2015 zeigt, dass vor allem die Freizeitmaßnahmen (rund 49 000 Euro) und die Zuschüsse für andere Jugendverbände (etwa 21 000 Euro) viel Geld kosten. Am größten sind aber die Personalkosten. Im vergangenen Jahr vielen etwas über 103 000 Euro an. Die Kosten der Geschäftsstelle lagen bei fast 8000 Euro.

Mit deutlich weniger Zuschuss muss im nächsten Jahr dafür das Zentrum der Familie im Katholischen Bildungswerk auskommen. Beantragt wurden 24 000 Euro für 2017 - genau so viel wir für dieses Jahr bewilligt worden war. Doch laut Peter Stadick, dem Fachbereichsleiter Jugend und Familie am Landratsamt, sei das Angebot des Zentrum in den vergangenen Jahre deutlich zurück gegangen. "Sowohl, was die Anzahl des Angebots betrifft, als auch die Teilnehmerzahlen", sagte Stadick.

Das Zentrum hatte die gewünschte Höhe von erneut 24 000 Euro damit begründet, dass auch der Zuschuss des Kreises eine "solide Basis" bilde, um weiterhin "Umfang und Qualität des Angebots und die Kontinuität für die Teilnehmer" garantieren zu können. Der Jugendhilfeausschuss folgte aber der Empfehlung des Fachbereichs und bewilligte nur 20 000 Euro für 2017. "Wir können nur hoffen, dass das Zentrum für Familie irgendwann die Kehrtwende wieder schafft", sagte Peter Stadick.

© SZ vom 08.11.2016 / wil

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