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Jagdverband:Thomas Schreder sattelt um

CSU-Kreisvertreterversammlung

Thomas Schreder wechselt zum Bayerischen Reit- und Fahrverband. Er wird dort Geschäftsführer.

(Foto: Stephan Görlich)

Ehemaliger Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes wird Geschäftsführer des Reit- und Fahrverbandes

Von Thomas Daller, Erding

Zwei Jahrzehnte hat Thomas Schreder beim Bayerischen Jagdverband als Leiter der Abteilung Kommunikation gearbeitet, im Dezember vergangenen Jahres kandidierte er als kommissarischer Präsident auch für das Amt des Jagdverbandspräsidenten. Nach seiner Niederlage bei dieser Wahl zieht er beim Jagdverband nun einen beruflichen Schlussstrich: Er "sattelt um" und arbeitet zukünftig für den Bayerischen Reit- und Fahrverband (BRFV) als Geschäftsführer, mit einem Büro auf der Olympia-Reitanlage in Riem. Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes und Erdinger Stadtrat stellt sich nach zwei Jahrzehnten einer neuen beruflichen Herausforderung. Am 1. März tritt Schreder die Nachfolge von Michael Hohlmeier im BRFV an, der in den Ruhestand geht.

Der Diplombiologe war im Januar 2002 zum Bayerischen Jagdverband gekommen und hat dort die Bereiche Kommunikation, Veranstaltungen und Presse sowie den gesamten wirtschaftlichen Bereich in der BJV Service GmbH hauptamtlich verantwortet. Gerade im Veranstaltungssektor aber auch in der engen Zusammenarbeit mit den Medien sind in dieser Zeit neue und erfolgreiche Wege für den BJV eröffnet worden, die durch Thomas Schreder maßgeblich geprägt wurden. Er selbst sagt: "Der BJV war und ist ein Teil von mir geworden. Jagd und der Einsatz für das Wild bleibt ein wichtiger Teil meines Lebens, auch wenn ich zukünftig nicht mehr für den BJV arbeiten werde. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, mich für die Interessen des Wildes, der Jagd und der Mitglieder einzusetzen, aber auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende und jetzt nutze ich die Möglichkeit einer neuen beruflichen Herausforderung."

Schreder unterlag bei der Wahl im Dezember 2020 dem Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch (CSU). Das Amt des Präsidenten war vakant geworden, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen den langjährigen Verbandsvorsitzenden, Klaus Vocke, wegen Untreue und Unterschlagung ermittelt hatte. Weidenbusch bedauert den Weggang Schreders, da seine fachliche Kompetenz unumstritten sei, zeigt aber Verständnis für die persönliche Entscheidung, sich jetzt einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen: "Ich habe Thomas Schreder als einen zuverlässigen, hoch kompetenten und persönlich sehr angenehmen Menschen und Vertreter des BJV kennen gelernt. Mit ihm verliert der BJV einen wichtigen Mitarbeiter, gleichzeitig eröffnet sich damit aber die Möglichkeit, die Umstrukturierung des BJV weiter voran zu treiben. Wir hoffen, dass wir auch zukünftig in seiner Position im Bayerischen Reit- und Fahrverband einen starken Vertreter der Interessen des Wildes haben."

Mit dem Wechsel zum Bayerischen Reit- und Fahrverband betritt Schreder kein Neuland. Das Verbandswesen in Bayern, die Vernetzung mit Politik und Medien sind "sein täglich Brot" gewesen und die Begeisterung für den Pferdesport sei seit Langem in seiner Familie fest verankert. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und kann damit meinem Interesse für die Pferde, für das Verbandswesen und die bayerische Kulturlandschaft auch beruflich weiter nachgehen."

Für die Jagd will sich Thomas Schreder trotz seines beruflichen Wechsels weiterhin einsetzen - auf ehrenamtlicher Ebene. Sein Amt als oberbayerischer Bezirkspräsident des Jagdverbandes will er weiterhin ausüben. Dasselbe gelte für seine Funktion als Vorsitzender des Kreisjagdverbands Erding.

© SZ vom 23.02.2021
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